Beiträge von sailor773

    die entstandenen Batterieverluste müssen nicht versteuert werden !!

    Nun, wir betreiben unsere Anlage – siehe Signatur – mittlerweile als Kleinunternehmer (USt) bzw. als Liebhaberei (ESt), da würde das auch dann keine Rolle spielen, wenn wir eine Batterie hätten.

    Aber auch wenn jemand eine Batterie hinter einem BHKW betreibt, dessen Umsätze oder Erträge wegen seiner Größe steuerpflichtig sind, sehe ich nicht, wie da die Batterieverluste steuerfrei bleiben können. Der Erzeugungszähler des BHKW muss doch direkt am AC-Ausgang des BHKW eingebaut werden, und der VNB berechnet den Eigenverbrauch als Differenz zwischen Erzeugung und Einspeisung. Dieser Eigenverbrauch muss ggf. auch versteuert werden, egal ob der Strom direkt verbraucht oder (brutto) in eine Batterie geladen wird. Wie viel von dem zuvor geladenen Strom man später aus der Batterie rauskriegt ist reine Privatsache und steuerlich unbeachtlich. Auf eine andere Abrechnungsmethode mit Hilfe zweier weiterer geeichter Zähler (einen vor und einen hinter der Batterie) wird sich wohl kein VNB einlassen, und wohl auch kein Finanzamt – jedenfalls sehe ich für Letzteres auch keine Rechtsgrundlage.

    Anders ist das wohl nur, wenn die Batterie (bei einer PV-Anlage) direkt DC-gekoppelt betrieben wird. Da sitzt dann wohl der Erzeugungszähler (wenn man fürs Finanzamt einen braucht – dem VNB ist das egal, weil der bei PV seit 2012 nur noch die Einspeisung zählt und vergütet) am AC-Ausgang des Hybridwechselrichters. In dem Fall bleibt der Stromverbrauch für die Batterieverluste (genau wie bei allen PV-Anlagen immer schon die Verluste des Wechselrichters) ungezählt und muss dementsprechend auch bei Anlagen >30 kWp nicht versteuert werden.

    Unsere PV-Anlage ist 2010 in Betrieb gegangen (siehe Signatur) und wird noch nach den damaligen Bedingungen gefördert, d.h. wir erhalten auch eine Förderung für den PV-Eigenverbrauch. Also ähnlich wie bei der KWKG-Förderung (bei PV-Anlagen wurde das ab 04/2012 abgeschafft). Deshalb habe ich für die PV einen geeichten Erzeugungszähler. Zur Abgrenzung der Stromeinspeisung vom (mittlerweile ausgeförderten) BHKW habe ich die übliche Zählerkaskade. Dadurch weiß der VNB genau, wie viel von dem erzeugten PV-Strom eingespeist bzw. selbst verbraucht wurde.

    Wie viel vom PV- oder BHKW-Eigenverbrauch im E-Auto landet oder (eines Tages, bisher haben wir keine) in der Batterie, weiß der VNB dagegen nicht. Muss er aber auch nicht, denn das ist nicht abrechnungsrelevant.

    Ich denke, BDR will so aus der Produktion im teuren Deutschland heraus.

    Kann sein. Aber der Hauptgrund dürfte sein, dass wegen des GEG (da bleib' ich dabei) der Absatz für gasbetriebene Heizungen in Deutschland eingebrochen ist – das heißt nach Auslaufen des kurzen Booms, als sich viele im Vorgriff auf das GEG noch mal neue Gasthermen haben einbauen lassen.

    Der Grund dafür ist einfach, dass gemäß § 71 Abs. 9 GEG ab 2024 viele (ab 01.07.28 praktisch alle) neu eingebauten Gasheizungen die Anforderung eines Betriebes mit 65% Biogas erfüllen müssen, und das rechnet sich angesichts der Aufschläge für solches Gas (bei unserem Anbieter derzeit ca. 50%) einfach nicht – davon ab, dass diese Aufschläge zukünftig wegen der beschränkten Verfügbarkeit von Biomethan bei steigender Nachfrage absehbar noch höher werden. (Wasserstoff im Gasnetz halte ich angesichts der Knappheit von Wasserstoff und des Bedarfs in der Industrie über die nächsten 20-30 Jahre für eine Illusion. Falls er als rein politische Entscheidung doch käme, wäre er noch teurer als Biomethan.)

    Und deshalb kauft sich jetzt kaum noch jemand eine neue Gasheizung, außer es gibt keine gangbare Alternative. Für diese rein rationale Entscheidung brauche ich keine populistischen Kommentare in der BLÖD-Zeitung (selbst wenn ich die lesen würde), dafür reicht der gesunde Menschenverstand.

    Zugegeben, diese Entwicklung wäre früher oder später wegen steigender Gaspreise und (auch aus meiner Sicht gerechtfertigten!) CO2-Abgaben in jedem Fall eingetreten, aber das wäre allmählich gekommen. Durch das GEG 2024 wurde der faktische Ausstieg aus der Gasheizung auf wenige Jahre zusammengedrängt, und die in diesem Bereich aktiven Unternehmen ziehen die Konsequenz und machen die Produktionen dicht. Dass diese Konsequenz zwangsläufig eintreten würde muss der Politik im Jahr 2023 klar gewesen sein. Das war also Absicht. Man hat wohl nur gehofft, dass die Auswirkungen auf Wachstum und Arbeitsplätze durch entsprechende Mehrproduktion von Wärmepumpen etc. ausgeglichen werden. Und wer weiß, vielleicht kommt das ja sogar so – ich würde es unserer Wirtschaft jedenfalls wünschen.

    |__|:-)

    Mit dem Ende der Heizungsproduktion in Deutschland beendet der Konzern, die Produktion von Heizungen in Deutschland.

    Brötje in Rastede baut über 100 Arbeitsplätze ab, baut auch dort keine Heizungen mehr, so wie auch an anderen Stellen die Arbeitsplätze verloren gehen.

    Auch das Ende der Dachsproduktion in Deutschland ist sehr bedauerlich, wie ich finde.

    Wen wundert's? Dies alles haben ja die Verfasser des GEG gewusst und – wenn nicht beabsichtigt – so doch zumindest billigend in Kauf genommen.

    Die neue Koalition hat nun versprochen da was zu ändern. Wahrscheinlich spreizt sich aber die SPD (die ja die aktuelle Version mitbeschlossen hat) dagegen ein wie eine Katze, die gebadet werden soll. Und wenn das noch viel länger dauert braucht man es auch gar nicht mehr zu ändern, denn dann haben sich Industrie und Handwerk drauf eingestellt und die Arbeitsplätze sind so oder so weg.

    Beim Stichwort Arbeitsplätze folgende Frage: Wenn die Dachsproduktion in D eingestellt wurde bzw. wird, gibt es dann überhaupt keine neuen Dachse mehr? Oder werden die zukünftig im Ausland produziert?

    In 2025 darf noch die alte Regelung angewendet werden. Wenn ein VNB früher umstellen möchte, kann er das tun, aber am 31.12.25 ist mit der alten Regelung definitiv Schluss. Wie das dann mit den Anfang 2026 erstellten Abrechnungen für 2025 läuft (d.h. ob da die "fiktive Rücklieferung" für 2025 noch drin steht) wird man dann sehen.

    Update: Die Abrechnung unserer PV-Anlage für 2025 ist gerade eingegangen. Unser VNB hat hier unverändert die alte Methode mit fiktiver Rücklieferung angewendet und auf Letztere natürlich auch Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.

    Diese sind dann aber preislich in einem Segment in der ich mir fast ne Remeha Tzerra neu kaufen kann, das lohnt dann natürlich leider nicht mehr.

    Nur dass natürlich eine Remeha Tzerra keinen Strom erzeugen kann. Außerdem wäre zu prüfen ob bzw. ab wann Du – wenn Du jetzt eine neue Gasheizung anschaffst – bei der Gasversorgung gemäß GEG auf einen Tarif mit teurem Biogas umsteigen musst.

    Also wenn das mein Gerät wäre, dieses bis zu dem Schaden einwandfrei funktioniert und auch die Leistung noch gebracht hat, würde ich es riskieren in eine neue Platine zu investieren – natürlich nur wenn sicher ist, dass das Problem damit behoben werden kann.

    Ob es für einen gewieften Elektronik-Bastler möglich ist die Platine zu reparieren weiß ich nicht. Den Transistor BD244C findet man für kleines Geld im Internet, die anderen genannten Bauteile jedenfalls nicht durch einfaches Googeln. Man sollte dabei aber auch die Tatsache berücksichtigen, dass die Platinen anscheinend nach ca. zehn Betriebsjahren anfangen zu schwächeln. Wahrscheinlich ist es dann Zufall, welches elektronische Bauteil als erstes ausfällt. Mit einer neuen Platine hättest Du erstmal Ruhe, mit einer reparierten womöglich nicht.

    Moin Joh,

    so wie Du das beschreibst teile ich Deine Meinung dass da die Steuerung des Motors spinnt. So etwas habe ich bei meinem Vito noch nicht erlebt und weiß deshalb keinen Rat. Die Modellbahn-Lösung, wenn was verkehrt rum läuft einfach die Drähte zu vertauschen, wird hier kaum klappen. Einen Neustart des Gerätes (das kann bei reinen Software-Problemen manchmal helfen) wirst Du ja wohl probiert haben. Was mir noch einfällt ist, dass vielleicht nur der Fühler für die Endabschaltung defekt sein könnte, d.h. er weiß womöglich nicht, dass er am Anschlag ist? Aber falls es das ist, wüsste ich nicht ob und wie man das reparieren kann.

    Tatsache ist dass auch die Steuerungsplatine mit der Zeit ausfallen kann und dann z.B. sinnlose Störungsmeldungen (mit Abschaltung des Stirling, sonst könnt's einem ja egal sein) generiert – oder vielleicht auch einen Stellmotor falsch ansteuert. Bei uns passierte der Ausfall im zehnten Betriebsjahr, in dem Fall in Form einer immer häufigeren Abstellung wegen Fehler 281. Die defekte Regelung hat der Viessmann-KD auf Kulanz ersetzt (wir haben nur die Arbeitsleistung bezahlt). Aber ob es möglich ist eine defekte Steuerung "neu anzulernen" habe ich meine Zweifel. Falls der Fehler tatsächlich dort liegt, ist die Ursache ja wohl ein "ermüdetes" elektronisches Bauelement (oder womöglich nur eine kalte Lötstelle) und kein Software-Problem.

    Vielleicht fällt dem Kundendienst (Remeha?) ja zu dem Thema noch was ein. Mir selbst leider nicht, sorry.