Info für alle Teilnehmenden: Die Kegelbahn ist in der Nähe von unserem Tagungsraum. Die Bewirtung startet ab 18:00 Uhr im Klubraum der Kegelbahn. 👍 Da die Küche nicht alle Essen auf einmal bewältigen kann, bestellen wir nicht alle auf einmal, sondern einfach jeder individuell, sobald Hunger aufkommt. ![]()
Beiträge von BHKW-Forum e.V.
-
-
-
Hallo zusammen,
es geht trotz des Weihnachtsendspurts und des 4. Advents richtig schnell mit den Anmeldungen, sehr schön!

Die Anmeldungen per Mail von alikante, CHS, EGA060LS und bernhardy sind notiert.

Bornholdt bitte die Reservierung eines Zimmers beim Hotel nicht vergessen.

SunsetGolfer bitte am Samstag dann um 9:30 Uhr zur Besichtigung oder zum Vortragsprogramm um 10:00 Uhr eintreffen. Die Mitgliederversammlung um 9:00 Uhr ist nur für Vereinsmitglieder, dient ausschließlich der Abarbeitung von zwingenden bürokratischen Formalia und bietet keinerlei Unterhaltungswert.

Smeerlap super, haben wir auch notiert.

-
Liebe Freunde der hocheffizienten Energienutzung,
es gibt einen besonderen Grund zur Freude und zum Feiern, denn es steht ein großes Jubiläum bevor! Vor 20 Jahren veranstaltete das BHKW-Forum sein erstes Forentreffen mit BHKW-Info-Tagen im beschaulichen Vlotho. Was liegt da näher, als sich zum 20. Forentreffen am selben Ort, im selben Hotel und zur Besichtigung derselben Heizzentrale (siehe Fotos) wiederzutreffen? Dabei wollen wir aber nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern zusätzlich auch eine moderne BHKW-Zentrale sowie eine PV-Speicher-Wärmepumpenanlage besichtigen und Vorträgen zum bidirektionalen Laden von E-Autos daheim sowie Hochtemperaturwärmepumpen zur Modernisierung bestehender BHKW zu Hybrid-Anlagen lauschen und mit Experten darüber fachsimpeln. Abgerundet wird das Rahmenprogramm natürlich mit einem gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank am Freitag- und Samstagabend, aber zusätzlich auch mit lustigen Aktivitäten wie Schwarzlicht-Minigolf und Kegeln. Mitgastgeber unseres 20. Jahrestreffens vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 ist die Evoles GmbH, das Nachfolgeunternehmen des ehemaligen SenerTec-Centers, das bereits vor 20 Jahren unser Mitveranstalter in Vlotho war.
Der Ablauf ist derzeit wie folgt geplant:
Freitag, 30. Januar 2026
- Eintreffen und Check-in (frühestens 15:00 Uhr) im B&K Hotel (Wilhelmstraße 8, 32602 Vlotho) und netter Austausch in der Hotelbar.
- Ab 18:00 Uhr Abendessen, Stammtisch und Fachsimpeln im Hotelrestaurant.
- Gegen 20:00 Uhr eine Runde Schwarzlicht-Minigolf.
Samstag, 31. Januar 2026
- Ab 7:00 Uhr ist das Frühstücksbuffet geöffnet, jeder kommt, wann er möchte.
- 9:00 Uhr treffen sich die Mitglieder des BHKW-Forum e.V. zur Mitgliederversammlung.
- 9:30 Uhr Beginn des öffentlichen Teils mit Besichtigung der Heizzentrale des Hotels mit drei Dachs-BHKW (siehe Fotos oben)
- 10:00 Uhr Beginn des vierteiligen Vortragsprogramms im Veranstaltungsraum
- Zukunftssichere Erweiterungen für bestehende BHKW-Anlagen: Viele Betreiber von BHKW-Anlagen stehen vor der Frage, wie sich ihre bestehende Technik sinnvoll weiterentwickeln lässt – mit mehr Effizienz, sinkendem Brennstoffverbrauch und höherer Unabhängigkeit, ohne die bewährte Versorgungssicherheit aufzugeben. Hochtemperatur-Wärmepumpe, smarter Stromspeicher und perspektivisch bidirektionales Laden setzen genau hier an und ergänzen bestehende Anlagen schrittweise zu einem flexiblen, zukunftsfähigen Energiesystem. Ergänzt werden diese Bausteine durch intelligente Regelungsfunktionen wie adaptives Heizen, automatisierten hydraulischen Abgleich und ein darauf abgestimmtes Energiemanagement, die im Hintergrund für einen effizienten und stabilen Anlagenbetrieb sorgen.
- Hochtemperatur-Wärmepumpe als Ergänzung zum BHKW im Bestand: Die Hochtemperatur-Wärmepumpe ist für Betreiber bestehender BHKW-Anlagen besonders interessant, weil sie mit Vorlauftemperaturen bis 75 °C oft an vorhandene Heizkörper, Speicher und Hydraulik angebunden werden kann, ohne dass sofort umfassende Umbauten nötig sind. Im Betrieb übernimmt sie vorwiegend in der Übergangszeit und bei geringer Heizlast oder wenn Strom günstig ist. Dadurch lassen sich Brennstoffverbrauch und Laufzeiten des BHKW reduzieren, während die bewährte Versorgungssicherheit erhalten bleibt. Gleichzeitig entsteht ein pragmatischer Weg, den erneuerbaren Anteil Schritt für Schritt zu erhöhen.
- Stromspeicher mit Netzladen und Notstromfunktion: Ein Stromspeicher wie der smartblock battery ergänzt dieses Konzept, weil er weit über die reine Eigenverbrauchsoptimierung hinausgeht. Er verbessert die Nutzung des selbst erzeugten Stroms und reduziert den Netzbezug im Alltag. Durch Netzladen kann der Speicher gezielt zu günstigen Zeiten geladen werden, um Kosten zu senken und Lastspitzen abzufangen. Im Notstromfall bietet er einen entscheidenden Zusatznutzen: Fällt das öffentliche Netz aus, kann der Speicher einen Dachs oder smartblock automatisch starten, sodass Strom und Wärme weiterhin zuverlässig zur Verfügung stehen.
- Bidirektionales Laden – das Elektroauto als zusätzlichen Speicher nutzen: Ab Sommer 2026 wird bidirektionales Laden ein weiterer Baustein für Betreiber von BHKW-Anlagen. Das Elektroauto kann dann als zusätzlicher Stromspeicher in das Gesamtsystem eingebunden werden. Überschüssiger Strom aus PV oder BHKW wird in der Fahrzeugbatterie gespeichert und später im Haushalt genutzt. Das erhöht den Eigenverbrauch, schafft zusätzliche Flexibilität bei Lastspitzen und Strompreisen und ergänzt Wärmepumpe und stationären Speicher zu einem noch effizienteren und autarkeren Gesamtsystem.
- Gegen 13:00 Uhr wird ein kleines Mittagessen, bestehend aus Gulaschsuppe (und einer vegetarischen Alternative) mit Brot und belegten Brötchen, angeboten.
- Parallel wird es voraussichtlich eine kleine Ausstellung mit BHKW, Batteriespeichern und Wärmepumpen geben.
- Gegen 14:00 Uhr Bildung von Fahrgemeinschaften zur Besichtigung zweier Energiezentralen:
- Hotel Hansa Herford (Brüderstraße 38 - 40, 32052 Herford), hier wurde kürzlich ein älterer Dachs durch ein modernes SmartBlock von KW Energie mit 22 kW ersetzt.
- Höger's Hotel & Restaurant (Kirchpl. 25, 49152 Bad Essen), hier kann ein ganzheitliches Energiekonzept besichtigt werden, bestehend aus PV-Anlage, Stromspeicher, Wärmepumpe, Plexlog sowie mehreren Dachsen.
- Ab 18:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen im Klubraum der Kegelbahnanlage im B&K Hotel (Wilhelmstraße 8, 32602 Vlotho) mit kleinen sportlichen Wettbewerben.
Sonntag, 1. Februar 2026
- Gemütliches Frühstück im Hotel, flexibel ab frühestens 7:00 Uhr und Zimmer-Check-Out bis spätestens 11:00 Uhr
- Vor der Heimfahrt für Interessierte: Besichtigung kultureller Highlights in Vlotho (die Planung läuft!)
- Anschließend: Heimreise
Im Hinblick auf den jedes Jahr wieder hohen Andrang und die begrenzten Kapazitäten bei Hotel, Vorträgen und Besichtigungen empfehlen wir eine zeitnahe Anmeldung hier im Thema und die individuelle (online) Reservierung eines Hotelzimmers direkt beim Hotel. Zusätzlich zu Eurer Hotelbuchung direkt beim Hotel bitten wir unbedingt auch um Anmeldung hier im Thema im HausEnergieForum, damit wir für Euch Sitzplätze, Namensschilder, das Mittagessen usw. einplanen können. Bitte gebt dabei an, an welchen Teilen der Veranstaltung ihr teilnehmen wollt, sofern ihr nicht von Freitagabend bis einschließlich Samstagabend dabei seid. Begleitpersonen sind herzlich willkommen! Die Teilnahme am Forentreffen ist kostenfrei! Nur die individuellen Übernachtungen und den persönlichen Verzehr zahlen alle Teilnehmenden jeweils beim Hotel bzw. dessen Restaurant selbst.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme

Klaus, Louis und Marcus
-
Beitrag der KWK zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit
Regelbare Erzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung gilt als unverzichtbares Element zur Sicherstellung der Stromversorgung im Szenario des Ausstiegs aus Kernkraft und Kohle, mit einem prognostizierten Rückgang der gesicherten Leistung von rund 84 GW heute auf 43 GW bis 2030 sowie einem Residuallastbedarf von bis zu 170 TWh. Langfristprognosen sehen bis 2045 eine Stromerzeugung von 1 100 bis 1 350 TWh vor, wovon 100 bis 170 TWh im Residuallastbereich anfallen und den Bedarf an gesicherter Leistung erheblich steigern . Während die aktuelle Kraftwerksstrategie den Neubau von 10 GW gesicherter Leistung vorsieht, betonen Bundesrat und Stakeholder im NRW-Energiestrategieprozess die Notwendigkeit einer raschen KWK-Gesetzesmodernisierung, eines neuen Strommarktdesigns und des Ausbaus von Wärmespeichern. Ein Gutachten prognostiziert bis 2031 einen Zubau von rund 18 GW H₂-ready-Kraftwerken und einen Nettozuwachs von 3,1 bis 4,9 GW an Gas-KWK-Anlagen in NRW. Die gebündelten Empfehlungen aus dem Energiestrategieprozess des Landes NRW verbinden regulatorische Rahmenbedingungen, Investitionsanreize und eine sektorübergreifende Strategie, um modulare KWK-Systeme als Schlüsseltechnologie für eine klimafreundliche, effiziente und zuverlässige Energieversorgung zu etablieren.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Innovativer und moderner Ausbau leitungsgebundener Wärmeversorgung
Der Ausbau der leitungsgebundenen Wärmeversorgung ist dringender denn je, aber bedarf einer grundlegenden Modernisierung: Angesichts der prognostizierten Verdopplung des Fernwärmenetzes bis 2030 und einer Ausweitung auf rund 65.000 Kilometer bis zum Jahr 2050 stehen Kommunen und Versorger vor enormen Herausforderungen, die durch regulatorische Vorgaben der Kreislaufwirtschaft und die Verknappung von Natursand zusätzlich verschärft werden. Dieser Vortrag zeigt auf, wie herkömmliche Bauverfahren nach EN 13941 den Zeit- und Wirtschaftlichkeitsansprüchen nicht mehr genügen. Niedrigere Betriebstemperaturen moderner Netze erhöhen nicht nur die Lebensdauer der Leitungen, sondern ermöglichen auch den Einsatz neuer Materialien und Verbindungstechniken, während der Einsatz zeitweise fließfähiger, selbstverdichtender Verfüllbaustoffe (ZFSV) sowie recycelter Baustoffe die Grabenaushub- und Rückbauprozesse revolutionieren können. Dabei verändert sich jedoch die Interaktion zwischen Rohr und Bettungsmaterial, was statische und planungsbezogene Anpassungen erforderlich macht, um eine sichere und effiziente Verlegung zu gewährleisten. Mit Blick auf Nachhaltigkeit rücken die Ökobilanzierung entsprechend der Normen nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN 15643 in den Mittelpunkt während ein lebenszyklusorientiertes Asset Management die Wirtschaftlichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz von Fernwärmeprojekten nachhaltig sicherstellen kann. Weiterhin braucht es Innovationen, etwa den Ersatz isocyanathaltiger Dämmstoffe durch PET- und PB-1-Schäume.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Regenerative Speicherkraftwerke – Schlüssel zum Gelingen der Energiewende
Der Systemumbruch vom Pferd zum Auto dauerte 13 Jahre, die Etablierung von Smartphones nur noch wenige Jahre. Die Energiewende mit tiefgreifenden Veränderungen im Energiemarkt geht langsamer vonstatten, ist aber ebenfalls unaufhaltbar. Die historisch rapide Preisentwicklung für PV-Module hat zu einem exponentiellen Ausbau der Photovoltaik geführt, den lange Zeit viele nicht wahrhaben wollten. Dieser Ausbau, aber auch die gleichzeitig wachsende Residuallast und steigende Energiebedarfe durch Wärmepumpen und Elektromobilität sorgen für eine Herausforderung: Es gibt Zeiten, in denen wir viel zu wenig Strom haben und andere Zeiten, in denen wir nicht wissen, wohin mit dem Überschussstrom. Regenerative Speicherkraftwerke bieten modulare Speicherlösungen, um volatile Einspeisungen und Verbräuche zu glätten und Überschussenergie zu speichern.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) am Beispiel der Kreisverwaltung Mainz-Bingen
Eine modulare klimaneutrale Energiezelle der EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe (EDG) für das Neubaugebäude der Kreisverwaltung Mainz-Bingen vereint ein Blockheizkraftwerk (BHKW), einen Pelletkessel, eine Photovoltaikanlage, zwei eChiller Kältemaschinen, eine Adsorptionskältemaschine, einen Batteriespeicher und elektrische Wärmeerzeuger zu einem sektorengekoppelten System, das für 8.860 m² Nutzfläche eine Heizlast von 210 kW, eine Kälteleistung von 225 kW sowie eine elektrische Leistung von 220 kW bereitstellt und Jahresarbeitsmengen von 300 MWh Wärme, 205 MWh Kälte und 360 MWh Strom abdeckt. Der Gesamtwirkungsgrad erreicht 97,6 Prozent und ein Energiemonitoring dokumentiert eine Primärenergieeinsparung von 58 Prozent sowie einer CO₂-Reduktion von 65,8 Prozent gegenüber einer klassischen Gasheizung.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
iKWK-Abwasser-Wärmepumpe der Stadtwerke Duisburg in Huckingen
Die Stadtwerke Duisburg bauen im Stadtteil Huckingen ein innovatives iKWK-System bestehend aus einem 10 MW(el) Blockheizkraftwerk, zwei Abwasser-Wärmepumpen und einem elektrischen Wärmeerzeuger zu einem modularen Einspeisemodul vereint, das regenerativ nutzbare Abwasserwärme in das 336 km lange Netz einspeisen wird. Dieser Vortrag veranschaulicht von der Machbarkeitsstudie im März 2020 über eine EU-weite Ausschreibung sowie Genehmigungen bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2025 die auch durch den Baugrund, den hohen Grundwasserspiegel und strikte Förderfristen resultierenden Herausforderungen für die Stadtwerke Duisburg und den Generalunternehmer Zeppelin Power Systems. Die Anlage besticht durch ein zweistufiges Ammoniak-Wärmepumpensystem mit Schrauben- und Kolbenverdichtern sowie einem Wasser-Glykol-Zwischenkreis und nutzt bis zu 520 m³/h gereinigtes Abwasser, um Wärme über einen Rohrbündelwärmetauscher abzuziehen, während ein 300 m³-Pufferbecken im Klärwerksteil Lastspitzen glättet und eine temperaturgeführte Einspeisung von 75 bis 85 °C ermöglicht. Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie moderne KWK-Technik die Wärmetransformation vorantreibt.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Flexibel bis Modular – Zukunftsperspektiven der KWK
In diesem Vortrag zeichnet Professor Christoph Wieland von der Universität Duisburg-Essen ein lebendiges Bild von den künftigen Chancen und Herausforderungen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Kontext eines zunehmend volatileren Strommarkts und ambitionierter Klimaziele. Im Hinblick auf die Strompreisentwicklung, die immer mehr Stunden mit negativen Preisen aufweist, wird deutlich, dass insbesondere modulare KWK-Anlagen es ermöglichen, Lastspitzen flexibel abzufangen und wirtschaftlich zu operieren. Durch den Vergleich von Economy of Scale und Economy of Volume erläutert er, wie sich Investitionskosten bei kleineren Modulen durch innovative Komponenten wie Plattenwärmetauscher senken lassen und zugleich Vorteile bei Wartung und Versorgungssicherheit entstehen. Anhand von Praxisbeispielen – etwa industriellen GuD-Anlagen bei Evonik oder dezentralen ORC-Systemen – zeigt Wieland, wie sich KWK bereits heute in die Sektorkopplung aus Elektrizität und Wärme einfügt und so zur Integration erneuerbarer Energien beiträgt. Ein besonderer Fokus gilt der Festoxidbrennstoffzelle (SOFC), die durch hohe Wirkungsgrade und Brennstoffflexibilität (Biogas, Wasserstoff) das Potenzial hat, industrielle KWK-Projekte auf ein neues Level zu heben; zugleich werden die Herausforderungen der Dynamik und des thermischen Managements thematisiert. Es liegt an der Politik und der Industrie, den Technologiestandort Deutschland zu stärken, junge Ingenieure zu fördern und eine Diversität an flexiblen KWK-Lösungen voranzutreiben. Dieser Vortrag liefert nicht nur fundierte Einblicke in die Technik und Wirtschaftlichkeit moderner KWK-Systeme, sondern motiviert auch dazu, die Zukunft der dezentralen Energieerzeugung aktiv mitzugestalten.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.