Beiträge von ASeitzinger

    Hallo Kay,

    was mir bei nochmaligem Lesen Deines Beitrags noch aufgefallen ist - Du schreibst sinngemäß 'bis oben im Puffer die Temperatur erreicht ist'.

    Das kommt mir komisch vor, denn bei einem Heizungspuffer drücken die Wärmeerzeuger ihr heißes Wasser oben in den Puffer rein, die Wärmesenken entnehmen oben heißes Wasser.

    Bei Pufferbeladung wandert die heiß/kalt-Grenze von oben nach unten.

    Eine sinnvolle Steuerungsstrategie müsste daher sein:

    Dachs ein, wenn oben im Puffer eine Mindesttemperatur unterschritten wird
    Dachs aus, wenn unten im Puffer eine Maximaltemperatur überschritten wird

    Bei meiner Anlage ist die Steuerung über eine SPS realisiert, die den Dachs über den Kontakt 'Lastganganforderung' einschaltet.

    Die Startbedingungen sind verschiedene Kombinationen aus zwei bevorzugten Laufzeitblöcken früh und abends, Netzbezug, Batterieladestand niedrig, E-Auto-Ladebetrieb oder Puffer-Wärmeinhalt niedrig.

    Die Stoppbedingungen sind Mindestlaufzeit rum, Batteriestand hoch, kein Energiebedarf, Puffer-Wärmeinhalt hoch (in verschiedenen Kombinationen)

    Ich verstehe die Problematik bei Deiner Installation nicht.

    Entweder braucht man Strom, dann muss der Dachs laufen. Dann brauchst aber den Holzvergaser nicht.

    Oder man braucht keinen Strom, dann muss er nicht laufen. Dann den Holzvergaser anschüren.

    Es gäbe noch eine dritte sinnvolle Variante: man braucht Wärme und der Dachs versorgt eine Wärmepumpe.

    Dachst-Strom mit dem Heizstab zu verheizen ist meistens nicht sonderlich sinnvoll. Außer um bei einem ausgeförderten Gerät Probleme in der Anlagenführung auszugleichen. Besser, Du lädst eine Batterie damit, z.B. einen Hausspeicher oder die Batterie eines Elektroautos.

    Follow-Up zu meinen Messungen:

    Zum Messaufbau:

    Die Netzspannung auf L1 habe ich über einen Wechselstromtrafo Usec = 20 V und nachgeschaltetem Spannungsteiler erfasst. Sie dient nur als Zeitreferenz zur Bestimmung der Phasenverschiebung

    Zur Erfassung der Außenleiterströme habe ich drei Stromwandler 100 A / 40 mA an 47 Ω Bürde verwendet und die Spannung oszilloskopiert.
    rechnerisch: Û = 26,5 mV bei I = 1 A, somit k = 0,0377 A / mVp
    gemessen: Û = 17 mV bei 0,657 A, somit k = 0,0386 A / mVp

    Für die Rechnung: k = 0,038 A / mVp

    Hier die Oszilogramme... Beide Startvorgänge sind Warmstarts.

    Kurven von oben nach unten: Spannung L1, Strom L1, L2, L3
    Skalierung Strom: 26,5mV Spitzenwert entsprechen 1A Effektifwert.

    29.10.

    Start und zuschalten Generator

    Es sieht so aus, als ob hier der Motor bereits nach dem ersten Kompressionshub gezündet hat, weil im Vergleich zu der Messung am 30.10. der Strom-Spitzenwert der zweiten Periode nach dem Einschalten des Anlassers im Vergleich zum ersten Stromwert sichtbar niedriger ist und ein leichtes Plateau bildet.

    Da sich die Kurven ansonsten nicht groß unterscheiden, habe ich nur die Messung vom 30.10. näher kommentiert

    30.10.

    Start und zuschalten Generator

    Start

    Die maximalen Beträge der Scheitelwerte liegen bei etwa 0,33 V entsprechend 12,5 A. Den Gesamtverlauf interpretiere ich so, dass der Motor nach der zweiten Umdrehung zündet.

    Zuschalten Generator

    Maximale Beträge der Scheitelwerte: 0,48V entsprechend 18,2 A. Man sieht auch schön, wie der Generator den Dachsmotor anfangs beschleunigt und sich dann der Leistungsfluss umkehrt.

    Hier L1 noch mal detaillierter dargestellt: oben die Spannung, darunter der Strom

    In den ersten sieben Perioden nimmt der Generator Wirkleistung aus dem Netz auf (cos phi 0,85) und treibt den Dachsmotor während des Hochlaufs bis zur synchronen Drehzahl an. Von ca. der achten bis ca. zur dreizehnten sind Strom und Spannung nahezu 90° phasenverschoben (cos phi 0,0), der Generator nimmt nur Blindleistung auf. Ab der vierzehnten Periode treibt der Dachsmotor den Generator an - der Generator gibt Wirkleistung ins Netz ab (cos phi -0,8). Während am Anfang Strom und Spannung noch nahezu in Phase waren , sind sie weiter hinten fast 180° phasenverschoben...

    Nach längerer Laufzeit und Erreichen der Generator-Nennleistung: cos phi -0,85 - ich sollte vielleicht doch mal auf einen höheren cos phi kompensieren...

    Für den Start sehe ich beim Gen 2 überhaupt keine Probleme, da zieht der nicht mal 1kW. Für die Aufschaltung an sich auch nicht.

    Aber beim Gen 1 mit MSR2 muss man für Inselbetrieb die Netzüberwachung 'aufweichen' und dahingehend würden mich Erfahrungen zum Gen 2 sehr interessieren

    Wir reden aber jetzt vom MSR 1 und 2 !

    ja, Dachs Gen 2 mit MSR 3 hat ja einen Synchrongenerator und einen Umrichter.

    Zu dem such ich nach wie vor Erfahrungen zum Betrieb in einem Multiplus II Inselnetz...


    Ich hab's gemessen. Bilder kommen auch noch, aber nicht heute.

    Anlasser: 13A Effektivwert der stärksten Halbwelle

    Generator: 19A Effektivwert der stärksten Halbwelle

    wenn ich beim Rechnen mich nicht vertippt hab

    Die Messung mach ich heute Abend.

    Bei dem phasenversetzten Bestromen der Generatorwicklung hast Du meiner Ansicht nach einen Fehler in der Betrachtung.

    Der Asynchrongenerator hat im Moment des Zuschaltens noch keine Phasenlage, auf die man synchronisieren müsste. Er erzeugt ja ohne Magnetisierung keine (bzw nur eine minimale) Spannung. Der netzseitige Einschaltstrom in diesem Betriebsfall ist typischerweise so 1-2 x I0 (Blindstrom, der aus dem permanenten Ummagnetisieren des Stators resultiert, ca. 0,4 x IN)

    Ein Drehmoment und damit ein Wirkstrom kann beim Asynchrongenerator erst dann entstehen, wenn der Generator Magnetisierungs-Blindleistung aus dem Netz bzw. Deinen Wechselrichtern aufnehmen kann und ein Schlupf vorhanden ist.

    Schlupf bedeutet bei der Asynchronmaschine, dass die Drehzahl bei motorischem Betrieb etwas unter, bei generatorischem Betrieb etwas über der synchronen Drehzahl liegt.

    Durch diesen Schlupf entsteht im Rotor ein Strom, der ein Gegen-Magnetfeld aufbaut und die Maschine dadurch an der Welle Leistung aufnehmen oder abgeben kann.

    Ich kann nur allgemein was dazu schreiben, da ich Sunny Islands habe.

    • Bei Inselbetrieb den Anlasser aus einer Autobatterie versorgen. Der SI schafft es aber spielend.
    • Der Asynchron Drehstromgenerator ist unerregt, aber auf Drehzahl, wenn das Netzschütz zuschaltet. Dadurch ist der Strom beim Zuschalten des Generators deutlich kleiner als beim Anlauf eines Asynchronmotors.
    • Den Stromstoß beim Start und beim Zuschalten des Generators kann ich gern heute Abend mal oszilloskopieren.
    • Bei Inselbetrieb ist cos phi 0,9 induktiv schon recht viel. Ich würde eher auf 0,95 kompensieren.

    Hallo allerseits,

    hat es schon mal jemand mit dem Dachs Gen 2 hinbekommen, ihn im Inselbetrieb an drei Multiplus II 5000 laufen zu lassen?

    Ich habe aktuell eine Kundenanfrage, wo ein bestehender Dachs im Notstrombetrieb in einem von den Multiplus II erzeugten Drehstromsystem laufen soll.

    Dachsfan Hast Du da einen Kontakt bei Senertec, an den ich mich wegen des Grid Codes wenden kann?

    Der Dachs wird absichtlich auf 50 Grad gehalten (Brauchwassertemperatur) aber ob die Rechnung aufgeht???

    Ich heize meinen Haus-Dachs auch immer vor, um ihm Kaltstarts zu ersparen - mit einer 400W Schaltschrankheizung in der Kapsel, die bedarfsweise aktiviert wird.

    Außerdem habe ich die Betriebsstrategie von einem Laufzeitblock am Tag auf je einen Laufzeitblock früh und abends geändert. Ggf. einen dritten Laufzeitblock, wenn eines der Autos geladen wird und im Winter die PV nicht reicht... Weniger Stunden am Stück, aber er ist halt noch warm und ich hab mehr Direktverbrauch.

    Ob es was bringt? Keine Ahnung, aber viele stationäre Aggregate werden vorgeheizt.

    Beim Hochlauf auf synchrone Drehzahl merkt man die Vorwärmung deutlich. Kalt wird er vom zugeschalteten Generator deutlich hörbar auf die synchrone Drehzahl hochgezogen. Mit Vorwärmung ist er vor dem Netzschütz auf Drehzahl.

    Bei mir läuft er halt nur wenig, knapp 1.000h in den letzten 12 Monaten, Tendenz fallend wegen immer mehr PV.

    Meine Contracting-Dachse haben dieses Problem nicht, die laufen von Herbst bis Frühling mehr oder weniger dauernd. Da muss ich eher zusehen, zukünftig nicht über die geförderten Stunden zu kommen.

    Ein anderer Monteur hat festgestellt das es die Einspritzpumpe war ....Diese war schwergängig und hatte wohl zu wenig Schmierung da die Vorförderpumpe auch ausgeschlagen ist und "hakte"..

    Was passiert sein könnte: Partikel aus der ausgefallenen Vorförderpumpe oder durch Kontamination beim Umbau der VFP könnten einen Fresser verursacht haben. Der Kraftstofffilter hält auch nicht 100% der Partikel zurück. Hast Du die alte ESP mal zerlegt?