Beiträge von silvkat

    @Gekritzel

    Vielen Dank für das Update zum aktuellen Stand deiner Untersuchungen und Ergebisse. Wenn es aktuell keine Dichtungen gibt heißt das, dass ich die Instandsetzung vorerst vergessen kann? Oder kann das der fähige Motorenspezialist selber bauen? Müssen die zwingend immer komplett mit gewechselt werden oder kommt es auf den Zustand an.
    Von welchen Hersteller gibt es denn passende Simmerringe oder z.B. Kurbelwellenlager u.ä.?

    ecopowerprofi
    Ich unterstelle mit meinem Satz ja gerade Schrick, dass die das können, ich weiß die doppelte Verneinung ist schwer;-) Bitte in Zukunft genauer lesen. Weiterhin werde ich mich gleich nochmal an Vaillant wenden und den aktuellen Betriebsstundenstand von 24900h mit ins Spiel bringen, danke für den Hinweis.

    Hallo an alle vom Motorensterben betroffen Ecopowerer.

    Ich verfolge alle Forumsbeiträge, die ich zu diesem Thema finden konnte, da mein 4.7 EP mit Marathonmotor jetzt bei 25t BStd. bei nurnoch 3,9kW elektrisch angekommen ist. Der Leistungsverlust ging die letzten Jahre schleichend, aber im letzten Monat rapide.
    Mit Motorentechnik kenne ich mich nicht aus, deswegen erfolgte nach dem ernüchternden Anruf beim grünen Hasen sofort der nächste bei einem empfohlenen Motoreninstandsetzer. Der wollte aber wissen welche Ersatzteile in Frage kommen, da dann alles schneller geht und billiger wird.

    Jetzt meine Bitte:
    Kann einer der Experten, die bereits eine Instandsetzung erfolgreich durchgeführt haben hier im Forums mal eine Ersatzteilliste veröffentlichen, die Teile enthält, die funktionieren und nicht von Vaillant kommen. In den Beiträgen werden immer nur Andeutungen gemacht besonders von Gekritzelt, der immer schreibt, dass er schon konkrete Vorstellungen zu Ölen, Dichtungen Kolben usw. hat, die aber keinen interessieren. Mich würde dass alles schonmal interessieren, also bitte alles veröffentlichen oder sind die Erkenntnisse geheim? Ich glaube nicht das Schrick nicht selbst auf die Verbesserungen kommt, die z.B BHKWPOWER rausgefunden hat, aber wir anderen Betroffenen würden stark profitieren und wären nicht mehr so sehr Vaillant ausliefert, was ihr alle ja wollt, so wie ich das gelesen habe. Also bitte Liste zusammenstellen und irgendwo groß anpinnen.

    Falls ich nur zu blöd war diese Liste im Forum zu finden, bitte ich um harsche Zurechtweisung;-)

    Silvio

    vic

    Ja ich hatte zunächst die Heizung im Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien und einer Kirchgemeinde von einem Riesen-130kW-Niedertemeraturgaskessel auf 45kW-Vaillanttherme umgerüstet und zusätzlich eine kleine Solaranlage mit 5 Kollektoren. Es war im ersten Jahr bereits alles so vorbereitet mit Puffer usw. das nur noch das BHKW installiert werden musste. So hatte ich einen kompletten Winter und einen Sommer mit der Kombination aus Therme und Solar und danach zum Vergleich mit Therme, Solar und BHKW folgende Werte kamen dabei raus:

    Anlagenart/Anlagennutzungsgrad
    Niedertemperaturkessel/60%
    Brennwert-Solar/98%
    Brennwert-Solar-BHKW/2010 75% 2011 83%

    Ich habe eben nochmal in meine Energieabrechnung geschaut und gesehen, dass es vom Wirkungsgrad doch etwas besser war als vermutet. Ich habe aber auchschon von Anfang an einen Abgaswärmetauscher mit guter Brennwertnutzung nachinstalliert, der ca. 10% mehr Nutzen aus dem Ecopower holt.

    Zitat

    Ist die Flüssiggastherme denn auch besser (also günstiger und gesünder (wegen Feinstaub)) als Pellet?

    natürlich

    Hallo Vic,

    Zitat

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: verstehe ich nicht

    Für ein BHKW brauchst du noch eine zweite Abgasleitung aus Kunststoff oder Edelstahl zusätzlich zu deinem Spitzenlastkessel, mein Schorni wäre damals auch mitgegeangen beide Leitungen von Brenwwerttherme und BHKW in einer Sanierung des vorhergehenden 130kW Gaskessels zu installieren, ich hatte aber dann doch den zweiten Zug genommen, da sonst wegen brandschutz beide Leitungen aus Edelstahl hätten sein müssen.

    Zur Wirtschaftlichkeit:
    In deinem Fall müsste das BHKW so klein wie möglich sein. Klein ist leider nicht gleichzusetzen mit kostengünstig. Einsparen kannst du als Einzelnutzer nur über weniger verbrauchten bezogenen Strom. D.h. max 3700kWh x 0,25€ - (3700 x Erzeugungskosten pro kWh), selbst wenn du jetzt die Wartungskosten usw. mal rauslässt kommst du nur auf 3700kWhx0,25€ - 3700kWhx0,06€ = 703€ Kostenersparnis pro Jahr. Dazu müsste dein BHKW aber immer laufen auch im Sommer. Erfahrungsgemäß läuft es für normale Hausbeheizung höchstens 4000 h/a, wenn es klein genug ist und dann außerdem auch noch im Winter viel Nachts, wo du keinen Strom brauchst. Weiterhin deckst du die Stromspitzen von Elektroherd oder Wasserkocher u.ä. auch nicht ab, so dass du da auch nochmal nach unten korrigieren musst. Schätzungsweise kommst du höchstens auf folgende Eigenerzeugung von Strom:

    EE = 3700 x 4000/8760 h/a (Laufzeit) x 16/24 h/d (Tagbetrieb) x 0,8(geschätzter Faktor für Stromspitzen) = 901kwh, die du dann noch selbst produzieren könntest ohne Einsatz eines Energiespeichers. Wenn du das alles nochmal in die erste Gleichung einsetzt kommst du auf eine mögliche Kosteneinsparung von:

    KE = 901x0,25 - 901x0,06 = 171,19€ pro Jahr

    So damit kannst du mal versuchen ein sagen wir mal mindestens 15000€ teures Gerät zu refinanzieren, die Wartungskosten und Reparaturkosten sind dabei noch außen vor.

    Klare Empfehlung: baue eine schöne Flüssiggasbrennwerttherme ein, möglichst noch mit ordentlicher solarer Unterstützung, dann kommst du auf Anlagennutzungsgrade an die 100%. Beim Klein-BHKW kommst du aus eigener Erfahrunghöchstens auf 70%-75%. Bevor Fragen dazu kommen ich habe den direkten Vergleich von meiner Anlage ohne BHKW mit Brennwerttherme und Solar und in den darauffolgenden Jahren mit BHKW. Dafür ist der Heizraum aber immer schön warm, wenn das BHKW läuft ;)

    Das mit dem schlappmachenden Motor hatte ich ja auch gleich vermutet und deswegen den Kundendienst vor einem Jahr bestellt kurz vor Ende der zweijährigen Betriebszeit. Laut seiner Aussage sei alles i.O., das stimmt wahrscheinlich sogar, da es sicherlich normal für die Exopowers ist, dass sie Leistung verlieren. Für mich ist es halt trotzdem ärgerlich.
    Ich werde jetzt den Umbau mit der direkten Frischluftanbindung machen. Ich versuche einen ganz geringen Teil noch über den Boden im BHKW abzusaugen, um das Sicherheitsrisiko zu minimieren. Wir haben hier Russen-Erdgas, das besteht zu 99% aus Methan und kann demzufolge im Störfall nach oben entweichen. Ich verspreche mir davon eine höhere thermische und el. Leistung, da die kalte Ansaugluft nicht mehr vom Motor aufgeheizt werden muss und der Füllgrad des Motors deutlich zunimmt. Für eine ganz genaue Aussage müsste ich vorher aber sie Temperatur und Feuchte im Motorraum genau messen.

    pamiru48

    Dein Gaszähler gefällt mir ja richtig gut, wo hast du den denn her? Ich habe den Gasverbrauch nur Stichprobenartig mit der Stopuhr gemessen, die Werte die dabei raus kamen haben mich schon nach 1 Monat Betrieb überzeugt einen Abgaswärmetauscher einzubauen. Laut unserem Schulungsleiter damals wird im Ecopower der Brennwert genutzt, das hatte ich damals auch geglaubt, bis ich die ersten Abgaswerte gesehen hatte.
    Gegen einen höheren Gasverbrauch hätte ich nichts einzuwenden, wenn dadurch die abgegebene P el und P th für die Heizung entsprechend steigen würden. Das passiert ja durch die Lamdaregelung auch nur leider alles immer deutlich unterhalb des angegebenen Wirkungsgrades.
    Ich habe auch schon immer die Leistungsabweichung, die so ca. bei 10% unterhalb der nach Ecopowertraumformel berechneten Wärmeleistung liegt, wahrscheinlich rechnen sie den Teil Wärme mit ein, der durch die "Heizlüfter" der Elektronik mit in den Raum geblasen werden. Aus meiner Sicht und Erfahrung ist das Ecopower nur wirtschaftlich zu betreiben, wenn alle nur denkbaren energetischen Verbesserungen von uns selbst durchgeführt werden, da Vaillant komischerweise kein Interesse daran hat. Ich hole mir auf jeden Fall ganz viele Anregungen hier aus dem tollen Forum. Im übrigen habe ich es aufgegeben mit Vaillant über die Leistung des Ecopower rumzudiskutieren, dass belastet mich zu sehr. Ich finde das Ecopower-Konzept nach wie vor toll, es scheitert leider an energetischen Unzulänglichkeiten und besonders schlimm auch an der Unfähigkeit längst bekannte Serienfehler schnell und unbürokratisch zu beseitigen. Ich wollte von den Geräten ja auch welche verkaufen, aber der erste Feldtest bei mir hat gezeigt, dass es für mich zu aufwändig wäre jeden zweiten Tag im Frühjahr zu meinen Kunden zu fahren und den Fehler E1 zurückzusetzen.

    Herzogsweg16

    Den Luftfilter habe ich nicht im selben Gehäuse untergebracht, sondern eine separate Luftfilterbox und einen Ansaugkanal in Form eines 100er HT-Rohrs verlegt. Die Filterbox habe ich von Frivent, das ist ein Lüftungsgerätehersteller (hat glaube ich 80€ netto gekostet). Die Filterbox gab es gleich mit F5 Taschenfilter. Leider habe ich nirgends im Internet eine Aussage zur Filterqualität von Motorluftfiltern bekommen, so dass ich den Feinstaubfilter mit mittlereren Wirkungsgrad gewählt habe. Ich glaube der Originalpappfilter bekommt da auch nicht besser hin. Falls da jemand von euch besser bescheid weiss, bitte melden, ich habe den Filter jetzt ca 1 Monat drin. Momentan ist auch noch ein neuer Originalluftfilter mit im Ecopower, der dürfte sich nie wieder zusetzen. Zur Zeit habe ich ein Lambdasondenproblem, wie ich nach fleißigem lesen im Forum raus bekommen habe. Die Sonde Spannung braucht immer zu lange beim ersten Start, bis sie auf den Sollwert kommt, so dass der GLM so weit öffnet, dass der Motor verreckt, beim zweiten Start klappt es dann, da scheint wohl die Heizung hinüber zu sein.

    pamiru48
    Ja bin Dipl.-Ing. und wahrscheinlich deswegen aus Sicht von Vaillant dazu befähigt Fachpartner zu werden, ich kenne aber viele aus meiner Zunft, die noch nie einen Schraubenschlüssel in der Hand hatten.
    So jetzt hatte ich schon auf Senden gedrückt und das wichtigste noch vergessen. Es gibt zwei Digitaleingänge für die Impulssteuerung. Der eine wurde wie gesagt für den Ölwächter hergenommen, der andere wichtigere ist aber noch da. Ich schau morgen mal nach welche Klemme das ist. Ich habe aber zusätzlich noch eine SPS zwischengeschaltet, die mir alle Stromzähler zusammen addiert und dann ein Impulssignal für das Ecopower erzeugt. Dann läuft es so, dass z.B. für gewünschte 4,7kW alle 7 Sekunden ein Impuls kommt und das BHKW erhöht nach kurzer Zeit die Drehzahl, wenn der Strombedarf zurückgeht kommt zB. Nur noch alle 15 Sekunden ein Impuls und voilà es fährt auf ca. 2,3kW zurück. Ich hatte mich damals gefreut wie ein kleiner König als ich es hin bekommen hatte.