Vitotwin-300 Fehler: 261: Flamausfall Stirl'br aufgetreten nach Stromausfall + Elektrischeleistung runter auf 850Watt

  • Meiner Meinung nach kommt die niedrige Kopftemperatur nicht von zu wenig O2, sondern davon, dass der Ringbrenner allmählich verdreckt und dann nicht mehr die optimale "Flammen-Geometrie" bringt. Machen kann man da als Nichtfachmann wenig. Man müsste vermutlich den Ringbrenner ausbauen und reinigen bzw. ganz oder in Teilen ersetzen. Dazu gab es hier im Forum eine sehr gut dokumentierte Anleitung und auch Ersatzteile kann man offenbar noch bekommen. Aber wenn man kein Fachmann ist, sollte man davon m.E. besser die Finger lassen (von gesetzlichen Vorgaben zum Basteln an Gasgeräten noch ganz abgesehen).

    Mir fällt allerdings auch auf, dass Du mit relativ hohen Kesselrücklauftemperaturen fährst (oder war die Aufnahme zufällig während einer TWW-Bereitung?). Bei den gezeigten 40°C Rücklauftemperatur wäre ein Leistungsabfall von 50 Watt völlig normal, unserer bringt da auch gerade noch 900 Watt.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie Viessmann Vitosol 300 Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

    E-Autos: BMW i3 seit 2/2024 und Audi Q4 e-tron (45 quattro) seit 12/2024, an zwei go-e Wallboxen mit Controller

    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 (13. November 2021 um 13:33) aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Wenn mit einer externen Pumpe der Durchfluss erhöht wird, dann stimmt doch der Regelkreis des Vitotwin nicht mehr.

    Normalerweise regelt der Vitotwin ja den Durchfluss und das bestimmt auch in Abhängigkeit von der Kopftemperatur.

    Ich denke wenn die Kopftemperatur nicht passt, wird der Durchfluss entsprechend angehoben oder gesenkt.

    Da dies nun nicht mehr möglich ist, wird der Durchfluss wahrscheinlich zu hoch sein, um dadurch kann die Solltemperatur des Kopfs nicht erreicht werden.

  • Bei uns regelt der Vitotwin die Pumpengeschwindigkeit im reinen Stirlingbetrieb so, dass sich zwischen Kesselvor- und Rücklauf eine konstante Temperaturdifferenz (Spreizung) von 10-11 K einstellt. Ich gehe mal davon aus, dass die Viessmänner sich bei dieser Werkseinstellung was gedacht haben. Verdoppelt man wie hier "gewaltsam" die Durchflussgeschwindigkeit, so halbiert sich die Spreizung. Mit der thermischen Leistung des Ringbrenners hat das nichts zu tun, der gibt (von möglicher Modulation im C3HC mal abgesehen) immer die gleiche Leistung ab und erzeugt deswegen auch (unabhängig von den thermischen Verhältnissen im nachgelagerten Wärmetauscher) immer die gleiche Stirlingkopftemperatur.

    Wenn aber der erhöhte Durchfluss zu einer höheren Kesselrücklauftemperatur führt (was m.E. hier der Fall ist), so resultiert daraus zwangsläufig eine schlechtere Kühlung des Stirling. Bei gleicher Stirlingkopftemperatur vermindert sich dadurch die Temperaturdifferenz, mit welcher der Stirling arbeitet, und die Leistung geht zurück. Das gegen die Temperaturen im Kesselkreis empfindliche Ende ist also unten und nicht oben.

    Mein Vorschlag wäre deshalb, auf den höheren Durchfluss zu verzichten und die Vitotwin-Regelung einfach ihre Arbeit tun zu lassen. Wenn das dazu führt dass der Stirling zur Unzeit abschaltet, so wäre das einfachste, ihn zu den Zeiten hohen Stromverbrauchs zwangsladen zu lassen: Entweder über den Knopf an der Fernsteuerung oder über das Zeitprogramm 5. Natürlich stellt sich auch beim Zwangsladen allmählich eine höhere Kessel-RLT und die damit verbundene Leistungsminderung ein. Aber dafür hat man wenigstens den Strom zuverlässig dann, wenn man ihn braucht.

    Unabhängig davon: Sofern die Einstellungen immer schon so waren wie jetzt (egal ob falsch oder richtig), aber die Leistung des Stirling ceteris paribus allmählich zurückging, so ist die Ursache meiner Meinung nach eine zunehmende Verschmutzung des Ringbrenners. Die kann man durch die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht beheben, sondern nur durch eine Reinigung des Ringbrenners (sofern man einen Fachbetrieb findet, der das macht).

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  • Hallo , ich kann die zusätzliche Pumpe auch auschalten. Das ändert an der Temp. Kennung 8360 nichts. Nur der Stirling regelt dann ab ca. 60 Grad runter und geht dann aus wegen zu hoher Temp. was so gewollt ist. Wenn ich die Zusatzpumpe laufen lasse ( automatisch ) dann verzögere ich das runterregeln bzw. das abschalten. Dazu habe ich diese eingebaut gelassen in der Hydraulik. Habe auch schon einen Versuch gemacht mit kaltem Speicher ... ca. 35 Grad ... Stirling Rücklauf 45 Grad ... auch dann erreiche ich keine 520 Grad bei Kennung 8360. Ja warscheinlich ist derRingbrenner zugesetzt. Wenn die Ablagerung nur " Staub" ist, könnte man bei ausgebauten Thermoelementen auch mal durch die Löcher saugen ??? Bringt das was ?? Oder mit Luft druchblasen ??

  • Hallo , habe mal ne kleine Testreihe aufgenommen ( Temp. Waser zw. 40 und 50 Grad am Vitotwin)

    Leistungssollwert Watt Soll Temp. °C Kennung 8360Ist Temp °C Kennung 8360
    600 383 383
    700 420 420
    800 454 454
    900 509 483
    1000 525 490

    Mein Vitotwin hat quasi keine Diff. bei B24 / B25 zu Kopftemp. Anzeige nur ca. 10 K. Laufleitung = 30000 Std.. Haben Eure auch solche / ähnliche Werte ? Frage: Wo wir die Kopftemeratur gemessen ? Auf dem Kopf oder im Ringbrenner ? Wenn am Kopf , dann ist klar das dieser zu " kalt" ist und darum die 1000 Watt nicht mehr gebracht werden. Warum dann bei den ersten drei Leitungsstufen da keine diff. ist verstehe ich allerdings nicht.

  • Hallo Solar_Oldi,

    ich habe den Stirling mit der Ökofen Pelletbrenner. Ich kann deine Werte bestätigen. Allerdings mehr als 500 °C Anströmtemperatur werden bei mir nicht erreicht. Dann erzeugt er etwa 900 Watt.

    Der Stirlingkopf wird bei jeder Wartung gereinigt. Der Ausbau des Stirlings benötigt nur wenige Minuten und wird vom Heizungsbauer mit einem Spachtel gereinigt, danach hat er dann wieder die volle Lesitung.

  • Der Stirlingkopf wird bei jeder Wartung gereinigt. Der Ausbau des Stirlings benötigt nur wenige Minuten und wird vom Heizungsbauer mit einem Spachtel gereinigt, danach hat er dann wieder die volle Lesitung.

    Na ja, das ist bei ÖkoFen benutzerfreundlich so eingerichtet, weil es jedes Jahr gemacht werden muss. Und Du hast natürlich keinen Ringbrenner. Beim Vitotwin geht das leider nicht so leicht. Ich empfehle dazu den in #31 gesetzten Link aufzurufen, da sieht man genau wie das Ausbauen des Ringbrenners beim Vitotwin geht. So wie das dort beschrieben ist, dürfte das schon ein paar Stunden dauern, selbst wenn die "Collars" nicht wie dort beschädigt bzw. völlig zerstört sind.

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  • Hallo Forum,

    habe gestern eine neue Info bekommen von H.Kothe :

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    Hallo Herr Lannert,

    Folgende Information habe ich zu Ihrer Anfrage von Microgen bekommen. Da mein Motor auch nur maximal 850 W liefert, bin ich ebenso betroffen und werde das kurzfristig klären, da mein Motor erst im Februar eingebaut wurde:

    Die beiden offensichtlichsten Ursachen, dass nicht mehr als 850W bei 40C erzeugt wird: 1. Der Motor ist nicht optimal positioniert im Brenner. Viessmann (und wahrscheinlich auch Remeha) hat dazu eine Einstellanweisung gegeben, die zu einer nicht optimale Höhe des Motors im Brenner führen kann. Bitte beachten Sie auch den Anhang. 2. Die Verbrennung ist nicht optimal abgestimmt. CO2 und CO müssen in der richtigen Bandbreite liegen. Fuer Erdgas:

    • CO2 zwischen 9% und 10%
    • CO immer weniger als 100ppm

    Fuer Propane/LPG:

    • CO2 zwischen 10.5% und 11.4%
    • CO immer weniger als 100ppm

    Dass von 460C bis 500C mit diesem anderen Motor keine Leistung mehr herauskommt: 1. Vielleicht ist die Rücklaufwassertemperatur hoch? 2. Die Verbrennung ist nicht optimal abgestimmt. CO2 und CO müssen in der richtigen Bandbreite liegen.

    Verbrennung ist einfacher zu pruefern als 42mm Abstand ( Ist ein Messverfahren von Microgen bei der man von Außen / Oben den Stirlingkopf antastet und dann die 42 mm messen können soll. Dazu muss man aber den Zusatzbrenner bein Vitotwin ausbauen ).

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    Die CO 2 Werte und der CO Wert sind OK nach der Messung vom Feb. 21 folgende: CO2: 10,2 Vol% , CO gemessen 33 ppm.

    Daran sollte es nicht liegen.


    Weiterer Test:

    Laut Handbuch Seite 60 ( Inbetriebnahme ) sollen die Federn an der der Stirling hängt 273 mm +- 2 mm lang sein:

    Gemessen habe ich bei mir 277 mm. Auch die Libelle zum ausrichten der waagrechten Lage habe ich noch gefunden. Da ja alle 4 Federn ggf. gekürzt werden müssten. Natürlich werden im Laufe der Jahre die Federn länger und die Gummipuffer können sich auch verändern. Darauf hin habe ich wieder die 273 mm eingestellt. Dauer der Arbeit ca. 1 Std. und solange war er aus und wurde kalt. Einschalten , hura es wurden 950 Watt el. erreicht bei 515 Grad C Kopftemp. Leider hielt der Spass nur ca. 10 min. dann war ich wieder unten bei 850 Watt. Anscheinend ist wieder was warm geworden, was die Leistung runter regelt. Wer weis durch was die Gasmenge die der Brenner vom Kopf erhält geregelt wird. Theorie: Es gibt einen Fühler auf der "kalten" Seite vom Stirling der da was regelt und somit wird der Kopf wieder "kälter" ( 480 Grad C ) und die Leistung ist wieder weniger. Hat jemand eine Idee wie der Stirling geregelt wird bezüglich seiner Leistung ? Welche Füher sind da aktiv ? B25 + B24 bilden ja die 480 Grad Kopftemp. ab, wobei die diff. bei mir nur 15 Grad sind oder so.

    3 Mal editiert, zuletzt von Solar_Oldi (11. Dezember 2021 um 15:29) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Solar_Oldi mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Weitere Info von Viessmann:

  • Das Ventil war nach Angabe des Heizungsbauers noch gängig. Lt. Viessmann soll nun auf Kulanz der Motor des Ventils gewechselt werden.

    Na ich hoffe, Dein HB ist fit und kann beurteilen, ob das LVV tatsächlich noch gängig ist. Die Tatsache, dass der innere Teil sich überhaupt noch drehen lässt, reicht dafür nicht, es muss leichtgängig sein. Das bedeutet: Beim Drehen des inneren Teils darf es keinerlei schabende Geräusche geben, und das Drehen muss in jeder Position absolut gleichmäßig und mühelos gehen. (Mir hat das mal der Viessmann-Techniker gezeigt, der Unterschied ist für den Laien nur im direkten Vergleich mit einem neuen LVV erkennbar.)

    Wenn das mein Gerät wäre, würde ich deshalb auf alle Fälle ein neues LVV einbauen lassen, selbst wenn ich was zuzahlen müsste – es sei denn Dein Vitotwin Baujahr 2013 hätte noch ein LVV mit einem Metallkörper und nicht einem aus Kunststoff. Die Metall-LVV's sind gegen Verformung stabiler. Soweit ich weiß wurde das beim Übergang vom Modell C3HA auf C3HB geändert – ist aber auch egal, Dein HB hat das Ding ja in der Hand gehabt und müsste wissen, aus welchem Material es ist.

    Ob man ein Vitotwin mit defektem LVV mit Brenner 2 weiter betreiben kann, weiß ich nicht. Bei uns waren jedenfalls bei Fehler 268/269 immer beide Brenner blockiert. Ich fürchte, dass die Regelung beim Einschaltvorgang die Störung erkennt und dann allein schon aus Sicherheitsgründen abschaltet. (Wie sich ein falsches Luft-/Gasverhältnis auf einen Gasbrenner auswirken kann weiß ich nicht, aber wenn man es ausprobiert, möchte ich lieber nicht dabei sein... *versuch*)

    Außerdem, so lang es das LVV noch als Ersatzteil gibt, sehe ich keinen Sinn darin, nur wegen Fehler 268 den Stirling dauerhaft stillzulegen. Die Frage wäre höchstens, ob es für einen fitten HB einen Trick gibt um das Ding vorübergehend zu überbrücken und provisorisch mit Brenner 2 zu fahren. Das wäre nützlich, wenn der Fehler beispielsweise um den 20. Dezember herum auftritt, bei zwei stehenden Brennern die Bude kalt wird und der Viessmann-Kundendienst frühestens Mitte Januar kommen kann. Aber ob es so eine Möglichkeit gibt, müsste der HB mit dem Kundendienst klären. (Andererseits kann ein fitter HB ein LVV nach Viessmann-Anleitung auch selbst auswechseln. Unserer hat das schon mal gemacht, das so eingebaute LVV hat dann länger gehalten als seine zwei Vorgänger zusammen.)

    Hi sailor773 / Hi zusammen,
    ich sehe der Beitrag ist schon lang her aber ich versuch es trotzdem mal, vielleicht ist noch jemand da ;)
    Ich bekam auch die 268 gestern, nach paar mal reset auch die 269.
    Mit dem Heizungsbauer haben wir das zerlegt, geprüft. Der Motor dreht, und will über die Zahnräder das Innenleben drehen: ABER: in die falsche Richtung! Das Teil ist Teil ist mechanisch schon auf Anschlag aber der Motor dreht mit aller Kraft weiter dagegen, geht dann in Störung.
    Wirkt so, als wäre die Regelung durcheinander gekommen mit den Endpunkten.
    Mit etwas Glück hab ich es 2 Mal so hinbekommen indem ich den Motor aus der Arretierung gehebelt habe und als er angefangen hat zu drehen hab ich manuell zeitglich das Poti bis zu den Endpunkten gedreht. Das hat geholfen und die Heizung startete.
    Falls das hier noch jemand liest, noch eine Idee dazu? Warum dreht der Motor falsch?
    Die Umschalteinheit komplett habe ich bereits getauscht, das hat leider nicht geholfen.
    (Bei der "defekten" habe ich das Poti gemessen, in beide Richtungen ändert sich der Widerstand korrekt, heißt die Rückmeldung funktioniert. + Der Motor ist ja auch nicht defekt.) Daher meine Befürchtung die Steuerung ist aus dem Tritt und muss neu "angelernt" welche beiden Positionen die Endpunkte sind?

    Beste Grüße

    Joh