Altbau sanieren welche Heizung

  • Moin,

    ich werde in nächster Zeit mit der Grundsanierung eines Altbau anfangen. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann wie, hat die Vorbesitzerin bisher "ohne Heizung" (nur mit 1 Koksofen im Wohnzimmer) gelebt. Bedeutet also bei der Heizung muss von Grund auf alles neu gemacht werden. Dazu hätte ich ein paar Fragen, vlt könnt ihr mir ja helfen.

    Zum Haus:
    Altes Gruben-Haus: 120qm² (+ angefangener Anbau 60qm²), Gasanschluss vorhanden, nicht isoliert.

    Nun würde ich gerne eine Fußbodenheizung einbauen und habe 2 mögliche Varianten im Blick:
    - Villant ecoPower 1.0 mit 500L Puffer
    - Palletheizung + Solarthermie + 500L Puffer (+ eventuell Kamin)

    Nun kann ich schlecht abschätzen wie hoch der Energiebedarf ist. Mir würde allein vom organisatorischen die erste Variante sehr zusagen. Aber da bei der Sanierung das Geld sowieso schneller weg als da ist, die Frage ob es sich lohnt?

    - Auf was für eine Laufzeit ist der ecoPower ausgelegt?
    - Muss ich damit rechnen in 15 Jahren das System auszutauschen?
    - Was für Laufende Kosten kommen dazu? (z.B 400€ für den Wartungsvertrag)
    - Wie hoch sind die Anschaffungskosten wirklich? Stimmen die 17.000€? Decken die Inbetriebnahme-Kosten alles ab? Oder kommen z.B noch Anschlusskosten für die Einspeisung ins Stromnetz extra dazu?

    Vlt. hat ja auch jemand. noch eine ganz andere Idee.
    Gruß Ian

  • Hallo Ian,


    kannst du zu dem "alten Grubenhaus" noch einige Info´s liefern? Hilfreich wäre Baujahr, Aussenwand-Baustoff und Stärke, unterkellert, Denkmalschutz.
    Und wegen

    Nun würde ich gerne eine Fußbodenheizung einbauen

    Is das nur so ein Wunsch aus welchen Gründen auch immer oder ists das Ergebnis einer Abwägung verschiedener Systeme ? Weil in einem doch relativ alten Haus eine Fussbodenheizung nachrüsten ist nicht immer die beste Lösung.  |__|:-)

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbup:

    und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:

  • Moin,

    - Also Altbau 1904 bis 1945 (Was auch immer es da zum neubau gemacht hat)
    - Das Mauerwerk ist aus Klinkersteinen ~30cm
    - Teilunterkellert
    - Kein Denkmalschutz

    Es ist noch ein alter Dielenboden drin mit Brasche drunter, wobei der neuzumachen wäre. Und da sowieso noch kein Heizsystem verbaut ist, fand ich es naheliegend noch eine Fußbodenheizung einzubauen. Bin aber offen für jede Idee :)



    Zusatz:
    Habe eben noch mit einem bekannten Schornsteinfeger gesprochen, der mir von der Villant abgeraten hat. Er hat 2 Anlagen in seinem Einzugsbereich und beide stehen mehr Still als sie laufen mit vielen Ausfällen. Vlt. aber auch nur ein Zufall.
    Zu empfehlen wären die SenerTec Dachs. Mit den sind seine Kunden sehr zufrieden.


    Gruß Ian

  • Ganz wichtig zu Wissen wäre dann auch ob du über Dämmmaßnahmen nachdenkst.

    Vorweg kann ich dir aber schonmal sicher sagen das ein Eco 1.0 allein auf keine Fall ausreicht! Da muss ein Spitzenlastkessel (SLK) dazu. Im Vailantpaket aber auch so vorgesehen.

    Dielenboden und FBH:
    So eine Boden ist vom Trittschall her eine absolute Katastrophe. Meins ist aus den 50er, ich hab die alten Dielen drauf gelassen und nur die Zwischenräume geleert und neu verfüllt. Darauf dann Danfoss SpeedUp. Kompletter Bodenaufbau ist mit 5cm und 40kg/m² machbar und überfordert damit auch nicht die Statik von Altbauten (wie es ein richtiger Estrich tun würde). €-Zahlen hab ich hier im Forum schon genannt. Ich glaub ich hab ein meinem Hydraulilkthread auch Bilder gepostet...
    Alternativlösung wäre ein System von Roth mit Dünnschichtestrich (der aber recht teuer ist).

    Wenn du aber nicht isolieren möchtest wird eine FBH alleine kaum genügen. Dann musst du entweder Wände, Decken oder per Radiatoren die Fläche vergrößern.

    Heizlast schreib ich später ncoh was.


    mfg JAU

  • Zu empfehlen wären die SenerTec Dachs.


    Bekommt der "Schwarze Mann" eine Provision :?: Anders lässt es sich nicht erklären, dass er für 120m² ein Senertec Dachs empfiehl. Aber bitte, der Dachs steht dann nicht wegen Defekte sondern weil der nach 10 Jahren noch so gut wie neu ist auf Grund der geringen Laufzeiten. Da kannst Du besser den Pelletofen nehmen. Der verursacht garantiert nicht so viel an Betriebskosten. Auf alle Fälle wird der Dachs in dem Haus ein Verlustgeschäft. ;(

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Zu empfehlen wären die SenerTec Dachs. Mit den sind seine Kunden sehr zufrieden.

    Da hat er teilweise recht. Die Dinger laufen, wenn Gas-Futter, relativ ordentlich..und die zufriedenen Kunden kennen wahrscheinlich die neueren Geräte noch nicht. Als Dachsbesitzer sag ich Dir aus eigener Erfahrung...ich würde mich nicht mehr für den Dachs entscheiden. Das Gerät ist robust aber die in Schweinfurt haben einfach die Weiterentwicklung verschlafen. Und für Dein Objekt sind 5,5 KW nicht modulierend eh vieeeel zu groß. |__|:-)  Des können wir später aber immer noch klären.
    Zerst was die Fussbodenheizung betrifft, kugel doch einfach einmal "Grosseschmidt" oder "Wand- bzw. Flächenheizung"
    Sollte man sich jedenfalls als "Althausbesitzer" schon schlau machen. Du wirst staunen was da alles gibt.  :tanz:  

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbup:

    und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:

  • @ecopowerprofi: Nein er bekommt keine Provision und von Empfehlen kann auch nicht die Rede sein^^ Von beiden hat er mir intensiv abgeraten weil ich einfach zu wenig abgreifen würde, und die Anlage wohl mehr steht als läuft. Wenn ich mir eine nehmen sollte, dann sollte es die Villant sein, da diese von den Werten noch am besten passen würde.
    Aber von dem Stress den seine Kunden mit den Anlagen in seinem Bezirk haben würde er die andere wählen. Welche wieder zu groß ist und somit auch aus dem Rennen.


    Die Frage ist ja eigentlich ganze einfach wie stabil sind die anlagen im allgemeinen. Auch wenn sehr unwahrscheinlich haben die beiden einfach eine Montagsanlage abbekommen. Und Lohnt sich die Investition? Oder fahre ich mit einer Palletheizung am Ende doch besser wobei die auch ihren stolzen Preis haben.

  • Moin,

    Dein schwarzer Mann hat leider halbwarheiten verbreitet - Er hat Vaillant gehört und auf Ecopower geschlossen, nur von welchem Gerät hat er schlechtes gehört?? Dem Ecopower 1.0 dem 3.0 dem 4.7 oder gar dem Ecopower 20 ??? Das sind gänzlich unterschiedliche Geräte, und ja die 4.7 spielen in der Dachsliga und waren in der Vergangenheit nich ganz so zuverlässig wie der grüne aus Schweinfurt.

    Für Dein Vorhaben kommt sicher nur das 1.0 in Frage, das ist das jüngste und mit verlaub ausgereifteste Gerät gerade weil Vaillant draufsteht es aber von HONDA hergestellt wird ( bis auf die lustige Steuerung ). ;-_

    mfg

  • Die Frage ist ja eigentlich ganze einfach wie stabil sind die anlagen im allgemeinen.


    Also, der 1.0 kann man nicht mit 3.0 oder 4.7 vergleichen. Anderer Motorhersteller nämlich Honda. Aber auch die beiden größeren werden inzwischen mit einem Motor der Fa. Schrick aus Remscheid bestückt. Die sind wesentlich besser als die von Marathon (USA).

    Bisher hat die Mehrheit der Forenmitglieder, die einen 1.0 haben, positive Erfahrungen gemacht. Vorteil ist, das Honda von dem US-Model schon ca. 100.000 St. verkauft hat. Die können hohe Fehlerraten am Gerät sich gar nicht leisten.

    Auch ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Gerät. Bei meinen Kunden habe ich im großen Ganzen keine Probleme.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Hallo Ian,
    viel mehr interesiert mir ob diese Anlagen wirtschaftlich sind.
    Die höchsten einnahmen sind bei der Eigennutzung von Strom zu erziehlen.

    Der Dachs stellt 5kWh her
    der ECO 1.0 Stellt 1kWh pro Std her. Die anderen fallen auf die schnelle gesehen zu groß aus.
    Ich schätze das dein Haus im Jahr ca. 2500-4500kWh verbrauchen wird.
    Das sind ca. 0,4-0,6kWh Verbrauch pro Std im Durchschnitt.
    Wie hoch der tatsächliche Verbrauch sein wird weißt du besser wie ich.
    Gruß
    Pfleger