Eigenbau: Generatorstrom über Wechselrichter ins Netz einspeisen?

  • Servus Leute! ;)

    Bin mal neu hier und hab ne wichtige Frage an euch.

    Wir haben uns zuhause ein kleines BHKW gebaut mit nem 60PS Saug-Diesel aus nem 96er Ford Escord.
    In direkter Verbindung haben wir nen 20KW 3~ Asynchron Generator hängen. Der betreibt nen 6KW Heizstab und Abgasrückführung und alles weitere habne wir gemacht und funktioniert auch.

    Wenn jetzt das offentliche Netz aktiv ist, also kein Netzausfall herrscht hätten wie vor einen Teil des Stromes ins Netz einzuspeisen.
    Da wir schon einen Solar wechselrichter (Kostal PICO 5.5; mit MPP-Tracker) haben (1-Kreis noch frei) hätten wir über diesen eingeseist.

    Jetzt zur Frage: Ist das möglich ohne dass er zerstört wird.

    Ich hätt jetzt einfach nach B6-gleichrichter und ggf. Drossel und Kond zur Glättung direkt an den Wechselrichter angeschlossen.
    Spitzenspannung wär ja dann 540VDC. also im grünen rahmen.
    Es ist jetzt die frage ob sich der wechselrichter in abhängigkeit von der Spannung nur einen Bestimmten Strom aufnimmt?
    oder eine Strombegrenzung besizt?

    Hier wärn noch ein paar Daten:

    http://www.kostal-solar-electric.com/download/Betri…IKO_de_1_12.pdf

    http://www.kostal-solar-electric.com/download/datas…eet_PIKO_DE.pdf


    Danke schon mal im Vorraus.


    Gruß aus Niederösterreich
    Helmi

  • Abgesehen von der technischen Realisierbarkeit bekommst du (auf dem selben WR) ein kaufmännisches Problem: Solarstrom wird ganz anders vergütet als
    BHKW-Strom!

    Außerdem: Was willst du mit nem 20kW Generator an einem 5,5kW Wechselrichter?


    mfg JAU

  • Hi

    Das is schon klar das dies anders vergütet wird. Aber von außen ist dies auch schwer nachvollziebar, da sowiso nur geringe Leistungen ins Netz gehen, da der Rest ja Eigenverbrauch ist.

    Zur zeit sind ja nur 2 der 3 voneinander unabhängigen Strings verwendet.
    Da dachte ich, warum nicht den WR voll auslasten.

    Und den generator bekam ich günstig, darum ist der a bissl groß ausgefallen.
    Und den Diesel kann man sowiso nur mit einem Bruchteil seiner Leistung belasten, weil eben sauger. Bei 1500U/m hat der nicht soo viel Leistung.

    mfg Helmi

  • Moin

    Das is schon klar das dies anders vergütet wird. Aber von außen ist dies auch schwer nachvollziebar,

    reusper :rtfm: , sowas nennt sich Subventionsbetrug und ist strafbar!

    Zum Glück kannst Du die Idee gleich vergessen weil PV Wechselrichter bzw. deren MPP-Tracker nicht mit einer starren U/I Konfiguration umgehen können. Für solche Experimente benötigst Du ne Multi USV oder ähnliches - da gibt hier aber auch schon Beiträge zu, denn im Zusammenspiel mit Batteriepuffern wird die Sache Interessant um eine 0-Bezugsregelung zu realisieren.

    mfg

  • Hallo Zusammen,
    vom Subventionsbetrug im konkreten Fall mal abgesehen, wollte ebenfalls einen kleinen Synchrongenerator (3KW el., Lastgeregelt, gleichgerichtet über Graetz-Brücke) über einen PV-Wechselrichter (GE PVIN04KS) einspeisen, perspektivisch mit Pufferung (NiFe-Akkublock) und zusätzlich ein paar Solarmodulen für den Sommerbetrieb - alles ohne irgendwelche Einspeisevergütungen zur Eigenversorgung. Habe schon reichlich im Forum gelesen und mehrfach Beiträge gefunden in denen behauptet wird, dass es trotz der MPP-Tracker funktioniert. Ergebnis: Funktioniert nach Start super, aber spätestens nach 5min hat der Tracker den Generator im 'roten Bereich' (Überlast). Weiß jemand eine einfache Lösung zur Lastbegrenzung?

    mfg
    Frank

  • Problem wird hier die Stromstärke sein. So ein PV-Wechselrichter ist eher für hohe Spannungen und kleinere Ströme ausgelegt. Ein Synchrongenerator macht eher kleinere Spannung und mehr Strom.
    Strom begrenzen geht schlecht. Einzige für mich ersichtliche Lösung größerer Wechselrichter, welcher genügend Luft nach oben in der Stromstärke hat.

  • Nö, nö, genau die Begrenzung der Stromstärke mit daraus folgendem Spannungsabfall ist das Problem. Danach schaut ja wohl der Tracker. Der Wechselrichter hat 4,4 KW und der Generator geht bei knapp 3KW in Überlast (Lastanzeige Generator ohne Abschaltung - man lässt es ja nicht drauf ankommen). Hab's auch schon mit nur einem Stringanschluss versucht, aber da ist wohl intern was gekoppelt...

  • P.S. Habe natürlich die Aussage von alikante " weil PV Wechselrichter bzw. deren MPP-Tracker nicht mit einer starren U/I Konfiguration umgehen können" zur Kenntnis genommen und weiß auch, das bei meinem Gedankengang zwei Regelungen "gegeneinander" arbeiten, mein Gedanke war eine Seuerung des Wechselrichters über den DC-Input sprich Stom unter Auswertung des momentanen Energieverbrauch's, im Gebäude(+-0). Dann ließe sich eine Einspeisung von einem Akku-Block (z.B.um 240V) auch ohne Probleme realisieren...

  • P.S. Habe natürlich die Aussage von alikante " weil PV Wechselrichter bzw. deren MPP-Tracker nicht mit einer starren U/I Konfiguration umgehen können" zur Kenntnis genommen und weiß auch, das bei meinem Gedankengang zwei Regelungen "gegeneinander" arbeiten, mein Gedanke war eine Seuerung des Wechselrichters über den DC-Input sprich Stom unter Auswertung des momentanen Energieverbrauch's, im Gebäude(+-0). Dann ließe sich eine Einspeisung von einem Akku-Block (z.B.um 240V) auch ohne Probleme realisieren...


    Hallo Helmi,

    also mit SMA WR funktionierts, da kann man die Leistung über die Spannung steuern,(ich kann über die Spannung die Leistung reduzieren) wenn der WR im Windy Boy Modus betrieben wird.
    Betreibe meinen WR SMA sunny Boy 2500 auch mit einem Synchron Generator, 3phasigen Brückengleichrichter.habe zusätzlich noch ein paar Kondensatoren 1000uF und eine Überspannungsschutz verbaut, der bei Überspannung auf eine Ersatzlast umschalten würde.
    Funktioniert ohne Probleme.Allerdings ist der WR bei mir nur für das BHKW zuständig, spare mir dadurch eine ENS und Netzsynchronisierung.

    Gruß

    Solaris