Leistungsmodulation - ja wie denn?

  • Hallo zusammen!

    Ich hirne gerade den Begriff der Modulation durch, in meinem speziellen Fall im Bezug auf Dieselmotoren in Kombination mit einer Asynchronmaschine.

    Ich bin mir nicht sicher, ob man bei dieser Konfiguration überhaupt von Modulation, also Variation der Arbeitsparameter eines BHKW in Abhängigkeit der gewünschten Ausgangsleistung, sprechen kann.

    Wenn ich einen Generator betreibe, benötigt dieser, sofern ich eine konstante Frequenz am Ausgang haben will, zumindest konstante Drehzahl. Die Anlage ist durch diese Rahmenbedingung auf einen recht engen Bereich der Motorkennlinie eingegrenzt, oder?

    Eine Variation der elektrischen Last führt zu einer Änderung des vom Generator aufgenommenen Drehmoments. Davon müsste doch der Spritverbrauch abhängig sein. Gibt es Leistungskennlinien für Dieselmotoren, die bei konstanter Drehzahl eine Drehmomentspanne und davon abhängig den Verbrauch anzeigen?

    Bis jetzt habe ich nur Diagramme gesehen, die den Verbrauch als Funktion der Drehzahl darstellen.

    Wie wirkt sich denn eine Drehmomentänderung bei konstanter Drehzahl auf den Verbrauch aus?

    Ich hoffe, das war nicht zu wirr und würde mich freuen, wenn mir jemand antworten würde.

    Jan

  • @ alikante: Danke für den Hinweis.

    Es ist aber doch so, dass der Spielraum für die Modulation bei einem direkt ans Netz gekoppelten System aus Asynchrongenerator und Dieselmotor recht klein ist, oder?

    So ein System muss doch immer elektrisch geführt betrieben werden - sprich: Die thermische Energie ist nicht gesondert regulierbar?

    Wie machen's denn die Leute, die so eine Anlage wärmegeführt betreiben wollen? Ist das überhaupt sinnvoll? Technisch fällt mir da nur der Weg über die Zwischenschaltung eines Zwischenstromkreises mit variabler Frequenz und die Verwendung eines Wechselrichters ein.

    Jan

  • mit geringen Abstrichen am elt. Wirkungsgrad kann von 60-100% Leistung "modulieren".

    Die Thermische Leistung hängt immer von der elektrischen ab. Aber jedes vernünftige BHKW hat ja nen Pufferspeicher zum glätten der Spitzen.

    BHKW werden immer Wärmegeführt betrieben - so will es das Gesetz. Allerdings lässt der Pufferspeicher genügend Spielraum um dem Stromverbrauch des Objektes zu folgen - in benannten Grenzen.

    Der Weg über Wechselrichter ist komplizierter/teurer und entkoppelt auch den Strom nicht von der Wärme.

    mfg

  • Wie sieht das genau aus, wenn ich Strom in's Netz einspeisen will - über welche Mechanismen reguliere ich die eingespeiste Leistung? Welchen Parameter kann ich bei Verwendung einer Asynchronmaschine steuern? Über die Phasenverschiebung?

    Jan

  • Nein,

    Asynchrongenerator -->läuft immer Übersynchron --> über die Drehzahl der Antriebsmaschiene kann ich den Generator "schieben" bis das schwächste Glied der Kette in Flammen aufgeht, abhängig vom Schlupf des Geno erhöhe ich also die Drehzahl wenige ( kleiner zweistelliger Bereich )Umdrehungen über Netzfrequenz

    Synchrongenerator --> läuft immer Netzsynchron, über eine Steuerung wird die Stärke des Erregerfeldes auf das Drehmoment der Antriebsmaschine abgestimmt --> je stärker das Erregerfeld ist desto mehr leistung wird Eingespeist desto mehr Drehmoment muß der Antrieb bereitstellen , Sinnigerweise wird die Spritzufuhr von der selben Steuerung geregelt wie die Leistung, sonst könnte das System ins schwingen kommen

  • Leistung spielt da eher keine Rolle - ob 5 oder 50KW die Steuerung bleibt die selbe.

    Ich hatte eine Woodward gcp irgendwas - schönes Teil mit allem schnick schnack

    http://www.woodward.com/default.aspx

    mfg

  • Hallo popniete,
    ich will für den Permanentmagnetgenerator hier eine Lanze brechen.
    Da so ein BHKW lange Zeit laufen soll, ist Sparsamkeit schon im Prozentbereich angesagt. Das hat direkt mit deinem Wunsch nach Modulation zu tun. Wenn du einen Assynchrongenerator über den Schlupf regelst, dann hat er bei Leistung "null" gerade die Synchrondrehzahl, verbrät aber immer noch die Leerlaufleistung für z.B. 1500 U/min, klar. Schau dir dagegen mal die Daten eines Permanentmagnetgenerators an und seinen erheblich besseren Wirkungsgral, fast unabhängig von der Drehzahl. Damit kann ein Wechselrichter auch noch bezahlt werden! Ich muss mal kurz abbrechen, Besuch kommt, tschuldigung bis später.
    Lienchen