Hallo allerseits,
bin neu hier, zeiltich etwas im Zugzwang und hätte mal einige Fragen.
Ich habe ein großes, zum größten Teil renoviertes Anwesen -3 idyllische Mühlen-. Die 27 Jahre alte Ölheizung macht schlapp und ich hatte darauf spekuliert -als alter Grüner- sie durch eine sunmachine zu ersetzen. Hier im Ort wurde bereits eine eingebaut, ich habe engen Kontakt zum Gebietsbetreuer und mit ihm ausgemacht, dass ich der nächste "sunmachinist" bin.....falls die funktioniert. Deswegen habe ich mich nicht groß mit Alternativen beschäftigt. So, jetzt wird das ja nix mit dieser Pellet-Stirling-Heizung, meine Heizung muckt immer mehr und ich habe gerade die Qual der Wahl, was für ein System ich einbaue. Pellets, BHKW, Lichtlick-BHKW.....oder was auch immer.
Ich schildere Euch mal meine ungefähren Parameter: Ca 550 qm Wohnfläche (nicht nach neuestem Stand isoliert, aber ganz passabel. Die Vorbesitzen hatten viel mit Rigipsplatten mit Styropor von innen isoliert....ich weiß, baubiologisch und feuchtigkeitstechnisch nicht ideal, aber ich hatte diesbezüglich in 30 Jahren nie Probleme). Von 550 qm je 2 riesige Ferienwohnungn drin mit je ca 175 qm, die quasi mal garnicht, mal vollbelegt sind. 200 qm benutze ich privat (aber nicht voll bewohnt, da Kinder aus dem Haus). So insgesamt verbrauche ich ca 5000-6000l Heizöl, aber wie gesagt....mal alles leer, mal alles voll mit ev 24 Feriengästen bei ev 15 Grad Minus. Also schwankende Verbräuche. (Sommer eher durchgehend belegt, aber da brauche ich nur ca 600 l Öl für´s ganze Warmwasser). Ich erzeuge selber mit der Wasserkraft Strom, ca 30 Kilowatt in der Stunde. Der wird verkauft. Ich verbrauche insgesamt 12000 kwh im Jahr davon selber. Da der Strom mit 9,2 Cent vergütet wird, würde ich mir mit BHKW also nicht soviel Strom sparen, wie ein "Netzbezieher". Ich werde eine schöne, große Sauna einbauen, was die Feriengästefrequenz in der kalten Zeit erhöht und meinen Stromverbrauch auf ca 14000 kWh erhöht (und den Warmwasserverbrauch auch). Ich lasse mir auch gerad einen Pelletsheizung-Kostenvoranschlag machen. Ich habe keine Feriengäste angenommen bis ca. Anfang März 2011, da ich keine Nerven mehr für meine alte Ölheizung übrig habe. Alle paar Monate kommt der Monteur, weil sie stehenbleibt. Falls diese nämlich im Sommer ihren Geist aufgibt und die Hütte grad mit Gästen voll ist....hab ich geloost!!. Das heißt, ich brauche eine Lösung innerhalb der nächsten Wochen.
Ich war so froh mit der sunmachine für mich das Ideal gefunden zu haben....und jetzt komm ich doch in eine Hektik bei so einer schwierigen Entscheidung, die man für die nächsten Jahrzehnte trifft! P.S.: Ich wohne ca 30 km von Schweinfurt weg! Ich danke Euch jetzt bereits für Eure Meinungen!
Und schöne Tage noch! Mühleändmore [Blockierte Grafik: http://www.kwk-forum.de/wcf/images/smilies/icon_dankeschoen.gif]
Welche Heizung denn nun??...fragt ratsuchender Mühlenbesitzer
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Hallo,
also, da dein Verbrauch schon recht ordentlich ist, würd sich hier wirklich ein BHKW lohnen.
Du sprichst von einer Mühle ? Bestimmt wird hier auch Treibgut angeschwemmt?? Vllt einen Ofen einbauen in dein Wohnzimmer =?
Zu deiner Heizung
Welche Auslegungstemperatur hat dein jetziges System.
Welche Warmwasserboilerkapazität hast du?Bei dem Objekt deiner Größe wird es auch ein Bi (Tri) Valtentes System hinauslaufen.
Da du Ja jetzt schon (billigen) Wasserstrom produzierst wäre eine Wämepumpe + BHKW eine Interressante Lösung.
Ist bei euch Zufällig eine Erdgasversorgung möglich=?
Gasbhkws sind Wartungsärmer als Heizölbhkws.
Und über eine Solaranlage nachgedacht?
Muss ja nicht heute sein, kann bei einer Dachsanierung? in 10-15Jahren auch noch nachgerüstet werden.Grüße Tux
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P.S.: Ich wohne ca 30 km von Schweinfurt weg!
Und schöne Tage noch! Mühleändmore [Blockierte Grafik: http://www.kwk-forum.de/wcf/images/smilies/icon_dankeschoen.gif]willst Du damit sagen, dass Du ein Dachs empfohlen bekommen willst

Generell wird es bei wenig Eigenstromnutzung schwierig mit der Rentabilität von fossil betriebenen BHKWs, User Fire wird da sicher sein Berechnungstool anwerfen und näheres sagen können, was da passt. Aber bei der Gelegenheit taucht bestimmt auch die Frage auf, ob die Mühle einen Gasanschluss hat oder Gas in der Nähe liegt, dass sie angeschlossen werden kann. Ah und noch eins, Du sprichst von nicht allzuschlechter Dämmung, wie sind dazu die Heizkörper ausgelegt, kommt man mit denen in der Rücklauftemperatur einigermaßen runter, dass der Brennwerteffekt genutzt werden kann?
LG
Bruno
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Hallo und Danke für Eure Antworten,
laufen lassen wollte ich ein BHKW eigentlich mit Gas (hab´n Gasanschluss im Heizungskeller legen lassen, als die Stadt das mal anbot). Geh mir weiter mit Holz!!! Meinen privaten Teil der Mühlen heize ich seit 4 Wintern nur mit einem 11 Kilowatt Kaminofen mit Außenluftfütterung, Wasserführung und 800 l Pufferspeicher. Im Moment nur so, ich will mich aber dann an die neue, große Anlage andocken können (das habe ich bei den 550 qm etc. aber schon reingerechnet) Da bei mir immer Anschwemmholz kommt -aus dem Fluss- mache ich das und verheize es. Ok, kost nix, macht aber eine irre Arbeit und das Pappel- und Weidenholz hat bei Minusgraden wie jetzt einfach zuwenig Heizwert. Außerdem produziert es sehr viel Asche und kriegt dann wenig Luft, da es im Aschebett liegt. Ich habe jetzt kurzerhand Eichenholz dazugekauft. Das Hauptproblem bei mir ist, dass ich immer mal Hochwasser um die Hütten habe. Da muss ich mit´m Boot aus dem Haus fahren. Ich bin´s zwar gewohnt, aber es ist deshalb saublöd mit dem Holz lagern und auch mit dem das-Holz-zur-erhöhten-Heizung-bringen.....Also, wenn Holz, dann nur Pellets, da auch Hackschnitzel nicht in den Lagerraum im ersten Stock eingeblasen werden können, oder?Bei saukalten Zeiten, kann ich meinen privaten Teil ja dennoch wieder mit Holz befeuern, sozusagen als Spitzenlast. In der einen Ferienwohnung ist auch ein 8 kw (ohne Heizkreislaufeinbindung) Kaminofen. Der wäre auch als Zusatz geeignet, da müsste ich die Gäste aber zwingen den immer anzuschmeißen. Kann ich ja auch nicht machen.
Da die Vorbesitzer das ganze Heizungssystem in den 70ern einbauten, sind die Heizkörper eigentlich fast alle großzügig ausgelegt. Okay, für Niedertemperatur reicht´s wahrscheinlich nicht ganz....aber sind schon große alte Rippenheizkörper. Im Moment fahre ich mit ca 65 Grad Vorlauftemperatur. Ich kann mir aber schon vorstellen, das man die etwas runtersetzen kann.
Prinzipiell klingt das schon plausibel mit 2 Heizsystemen, aber ist das nicht irre teuer??? Kann ich nicht auch einfach 4 x 1000 l Pufferspeicher aufstellen und dann das BHKW die alle aufheizen lassen? Oder auch den BHKW erzeugten Strom nehmen und mitzuheizen? Oder eventuell sogar zuheizen mit meinem "Wasserstrom"? (Bei Hochwasser steh aber alles still. Ich habe also nicht immer, aber fast immer selbst erzeugten Strom) Kann ich mir da nicht einen Spitzenlastkessel sparen? Noch dazu weil ich doch ca ein Viertel mit Holz beheizen kann.
Langfristig will ich schon Stück für Stück dämmen, neue Fenster einbauen...etc. aber das das Objekt so riesig ist (ca 40 Fenster), könnte ich das jetzt einfach noch nicht. Aber die Heizung muss JETZT rein.....besser isolierte Fenster halt dann nach und nach.
Nochwas......Solar ist bei mir in vielerlei Hinsicht schlecht zu realisieren (Dachausrichtung schlecht und das richtige Dach ist irgendwie 20 m entfernt. Außerdem wird das eventuell später mal interessant, wenn ich die Dächer mal saniere. Das fällt schon in ca 5 - 15 Jahren an und vorher baue ich keine teure Anlage drauf, die dann wieder umgebaut werden muss).Dass ich bei Schweinfurt wohne, muss nicht heißen, dass es ein Dachs sein muss. Dachte nur, dass es ev doch ein Faktor sein könnte.
Danke für Eure Hinweise!!
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huhu
bin gerad auf dem Sprung,
aber der empfindlichste Punkt dürfte wohl der Strom"bezugs"preis in dem Fall sein.
Wenn ich mit nem BHKW Strom substituere, der gerad mal 9-komma-irgendwas kostet,
sieht es wohl recht mau mit der Rentabilität aus.Ich guck später nochmal drauf
doch für nen ersten Blick halt nicht so prall
(Auch wenn die restlichen Daten eigentlich gut aussehn) -
Hallo,
im Moment sind es 9,2 Cent "Wasserstrom", aber da wir hier in nächster Zeit eine "ökologische Maßnahme" am Fluss/Mühlgraben machen, bekommen wir dann 11,2 Cent für´s Kilowatt Mühlenstrom. Bei ca 14000 kWh Verbrauch im Jahr würde ich dann 1570 Euro/Jahr an Stromeinnahmen verlieren. Ist halt alles ein Rechenexempel. Was mich halt nervös macht, wäre die Abhängigkeit von den Pellets. Weiß jemand wie das ausschaut, wenn halb Deutschland in den nächsten Jahren Pelletheizungen einbaut. Würde der deutsche Forst das beliefern können? Oder werden dann Pellets aus Norwegen mit fossilem Benzin hierher gefahren? Na Klasse!
Ich will aber in den nächsten Jahren ein Elektroauto und das dann mit BHKW-Strom füttern. Würde das nicht Sinn machen? Obwohl ich garnicht so viel fahre.....nur so 9.000 km im Jahr.
Zur Rentabilität......ein BHKW ist zwar teurer als eine Pelletheizung mit allem Drum und Dran, aber nicht sooooooviel teurer. Oder täusche ich mich da? Ist denn die Wartung so teuer? Oder ist Gas sooooviel teurer als Pellets? Also, ich ärgere mich gerade echt, dass ich so ein Info-Defizit habe. Ich Dappl dachte mit meinem sunmachine-Einbau bin ich alle Entscheidungsfindungsprobleme los.
Garnet so einfach, alle Faktoren zu beachten!
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im Moment sind es 9,2 Cent "Wasserstrom", aber da wir hier in nächster Zeit eine "ökologische Maßnahme" am Fluss/Mühlgraben machen, bekommen wir dann 11,2 Cent für´s Kilowatt Mühlenstrom. Bei ca 14000 kWh Verbrauch im Jahr würde ich dann 1570 Euro/Jahr an Stromeinnahmen verlieren.Zur Rentabilität......ein BHKW ist zwar teurer als eine Pelletheizung mit allem Drum und Dran, aber nicht sooooooviel teurer. Oder täusche ich mich da? Ist denn die Wartung so teuer? Oder ist Gas sooooviel teurer als Pellets? Also, ich ärgere mich gerade echt, dass ich so ein Info-Defizit habe. Ich Dappl dachte mit meinem sunmachine-Einbau bin ich alle Entscheidungsfindungsprobleme los.
Mal eine abwegige Idee, die aber nur etwas bei sorgfältiger Planung was bringt:
Gas-BHKW mit BioMethan betreiben. Dann würde die Einspeisung genauso wie Deine Mühle nach EEG erfolgen und Du müsstest nicht mit dem anderen eigenerzeugten Strom konkurrieren (der ist scheinbar bei 30 kW installierter Mühlenleistung reichlich vorhanden). Das BHKW würde dann den Strom volleinspeisen (je nach Nawaro-Bonus, etc) allerdings kostet der Bezug von Biogas deutlich mehr, so ca. 9 ct/kWh. Das ist normalerweise für kleinere Blockheizkraftwerke nicht sehr attraktiv, da ein relativ grosser Teil des Biogases in anspruchslose Wärme gewandelt wird.Ein Vorteil hat das Ganze aber, da auf diese Weise ein EnEV-Gutachten mit niedrigem Primärenergiefaktoren erstellt werden kann. Daher müsste man für diesen Fall mal bei der KfW oder einem Energieberater nachfragen, welche Vorteile man dann bei der Finanzierung erhält. Ggf. kann man dann in das Gesamtpaket noch die neuen Fenster oder die Dachdämmung reinpacken. Ich weiss aber nicht im Detail, inwieweit Einzelmassnahmen auch zulässig sind, wenn Du das finanziell erst in Tranchen stemmen willst. Die BioGas-Geschichte ist IMHO nur dann attraktiv, wenn sich Dank des Primärenergiefaktors von Null ein Benefit bei den Finanzierungskonditionen herausarbeiten lassen.
Gruss,
Gunnar -
Klingt sehr interessant! Guter Gedankengang!
Jetzt aber mal eine doofe Frage.....(aber die gibt´s ja angeblich garnet!)......Muss man dann für Biogas einen Tank haben, oder ist das nur "virtuell" vertraglich so betitelt und kommt dennoch aus dem Erdgasnetz....ähnlich grüner Strombezug/Anbieter und alles kommt eh aus einer Leitung?
Wen ich meine Öltanks rausschmeiße -muss ich ja eh- hätte ich viel Platz für einen Tank.
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Das mit dem Biogas ist genauso wie mit grünem Strom. Alles nur Virtuell. Der Gasanbieter muss nur gewährleisten, dass die Menge, die er an Biogas verkauft auch an Biogas an anderer Stelle in sein Netz eingespeist wird.
LG
Bruno
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Wen ich meine Öltanks rausschmeiße -muss ich ja eh- hätte ich viel Platz für einen Tank.
Sind die Oeltanks aus Plastik oder aus Stahl?
Gründlich reinigen, Dämmung drumherum und fertig ist der Wärmespeicher.Wo lagerst Du das Oel, wenn an dem Mühlenstandort regelmässig alles unter Wasser steht? Auf dem Dachboden

Gruss
Gunnar -