Mein zweiter Dachs liefert zu viel Strom

  • Hallo,

    folgendes Problem:

    In einem Haus sind 2 Blockheizkraftwerke ( DAX) installiert und eine Photovoltaikanlage ist auf dem Dach.

    Jetzt
    sagt das Energieunternehmen, dass der Netzanschluss zu klein ist, wenn
    beide DAX Strom liefern und Strom von der Photovoltaikanlage
    eingespeist wird. Folglich darf, wenn tagsüber die Photovoltaikzellen
    strom einspeisen, der zweite DAX nicht angehen!

    Wie kann ich das am einfachsten schalten?

    Ich möchte es gerne so haben:

    wenn
    die Solarzellen z.B über 7 KW einspeisen, soll der 2te DAX eine
    Blockade bekommen und erst wieder angehen dürfen, wenn es abend wird
    und die Solarzellen unter 7 KW einspeisen.

    Gibt es da irgendwie eine einfache Lösung?

    Vielen dank schonmal
    Heiko

  • Hallo,

    Zitat

    Wie kann ich das am einfachsten schalten?


    Die einfachste Lösung...du gibst den Dachs per Programm vor wann er laufen soll.

    Frank

    Nur das was man sieht kann man auch Optimieren ;)

  • Hallo Heiko,
    ein herzliches Willkommen hier im Forum.
    Als erstes würde mir ein Unterbrechen der Sicherheitskette (der Heizungsnotschalter) im Dachs mit einem Wechslerrelais einfallen, aber das ist natürlich keine elegante Lösung vor allem wenn der laufende Dachs damit gestoppt wird.
    Was mich aber wundert, daß es für das Netz zuviel sein soll _()_ Wenn zwei Dachse und die PV sagen wir mal 20 KW in der Summe einspeisen reicht das Netz nicht????? Was ist denn, wenn du aber einen Durchlauferhitzer mit 20 KW anschließt, und den Saft über das gleiche Netz beziehst?
    Das riecht ja irgendwie nach Schikane seitens des Netzbetreibers |__|:-)

    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Habe ich nicht irgendwo gelesen, das sobald eine EEG Anlage (Solar) ans Netz will und diese zu klein ist, der Netzbetreiber dieses auf eigene Kosten aufrüsten muss?

    Ansonsten hilft dir nur eine Messung der aktuellen Ströme die über deine Hauptzähler gehen.
    Anhand der dort dann anliegenden Leistungen müsste dann das BHKW ein oder augeschaltet werden.

    Wenn du dir die Auswertungsseiten von Tom oder mir ansiehst, links unter »BHKWs online« oder »DDC-WebControl«,
    kannst du sehen das wir und andere bereits die Stromleistung aufzeichnen.

    Sprich mal Tom3244 an oder die Firma digienergy.de die bauen auch sowas .

    Wer einmal fragt, wirkt für einen Moment dumm, wer es nie tut, bleib es sein Leben lang

  • Hallo Heiko

    und Herzlich Willkommen im Forum

    hmm...das ist ja nen komisches Ding
    gerade tagsüber, wo die Netzlast doch höher ist, sollte sich der Versorger doch eher freun, dass mehr zur Verfügung steht.
    Aber gut, kann in einem schwachen Netz eher an die Grenzen kommen
    dennoch, selbst wenn Du nichts verbrauchst, wären das ja gerade mal 18kw...im absouten maximum
    Wenn ich mir nun vorstelle, dass Du 2Dachse am laufen hast, wird Dein Objekt wohl auch ein klein wenige größer sein...und dementsprechend auch etwas mehr Anschlussleisutng als ein EFH haben....und selbst ein EFH könnte ja schon ordentlich ziehn (unser Herd hat z.B. wenn alle Platten an, schon dast 10kw)


    Nun ja,
    Du suchst nach ner Lösung
    ...und da denk ich an aller erster Linie an den Einstiegskurs einer Beamtenlaufbahn: Zuständigkeit prüfen ;)

    m.E. ist doch der Netzbetreiber in der Pflicht, das Netz entsprechend anzupassen (Trafoverhältnis?)
    Bevor Du hier aktiv wirst, würd ich mir das schriftlich geben lassen, mit der Begründung (Gesetzeslage) warum Du hier was machen solltest.

    Mal schaun, wer sich noch meldet (haben ja auch Spezi's)
    aber Du könntest auch schonmal unter http://www.photovoltaikforum.com auch die Frage nach den Pflichten der Versorger in puncto Netzverstärkung schlau machen. Da gibts ne Menge, die sich mit sowas auskennen.


    Falls Du nicht drum rum kommst Deine Einspeiseleistung zu reduzieren,
    können wir gern schaun, wie mans löst, z.B.
    - rein durch die Programmierung nur einen Dachs laufen zu lassen
    ...hier müsst man mal schaun, laufen die beiden UNABHÄNGIG parallel zueinander, oder ist es Mehrmodulanlage?
    parallel wärs echt einfach, bei Mehrmodul müsst man sich schlau machen, ob man nur einen zu gewissen Zeiten sperren kann
    - man könnte auch eine externe Steuerung nehmen
    ...die nur die Einspeisezähler überwacht und wenn da in der Summe mehr als xxKW reindonnern einen der Dachse sperrt
    - ne Zeitschaltur vor die Spannungsversorgung eines Dachses???
    - oder oder

    das sind zum Teil "einfache" Lösungen,
    hier wäre auch zu bedenken, dass der Netzbetreiber sowas ggf. gar nicht akzeptiert und er was aufwändigeres, für ihn leichter nachvollziehbares zu machen.


    Ich frag mich eh,
    wie der Netzbetreiber darauf kommt?....wenn das Netz "zu voll" ist, dann müssten doch die ENS eh die Anlagen sperren....Gabs es da schon Probleme bei Euch?...also sich abschaltenden Anlagen? (Dachs oder WR?)

  • Hallo zusammen.

    Was ein tolles Forum! Gleich soviele Kompetente antworten.
    Ich muss mich da mal genau schlau machen. Das sind gerade eine Menge Fragen, die ich spontan nicht alle beantworten kann.

    Eines habe ich jetzt rausgefunden. Falls es so bleibt wie ich es schreibe und dem Energieunternehmen ist das zu viel Strom werde ich ein Lastabwurfrelais an der Solaranlage installieren lassen. Wenn die Anlage über so und soviel Strom einspeist, wird der 2te DAX ausgeschaltet.

    Ich halte euch auf dem laufenden

  • was hat denn der Versorger für einen Grund genannt? Ist der Hausanschluss zu klein oder sein gesamtes Stadtteilnetz?

    Grüße

    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • was hat denn der Versorger für einen Grund genannt? Ist der Hausanschluss zu klein oder sein gesamtes Stadtteilnetz?

    Grüße

    Bruno


    aaaah Bruno,
    Danke der Nachfrage...

    Heiko sagte ja

    Zitat

    Jetzt
    sagt das Energieunternehmen, dass der Netzanschluss zu klein ist,....

    Also,
    wenn es sich rein um den Anschluss handelt,
    dann müsste dieser verstärkt werden....im einfachsten Fall größere Sicherungen vor DEINEM Hausanschlusskasten
    ....ob Du für den Sicherungszausch zahlen müsstest ist streitbar, aber nach meiner Lesart, ist das auch noch dem Netzbetreiber sein Ding.

    zwischen den Sicherungen und Deinem Hausnetz, befindet sich ja noch der Hausanschlusskasten/Zählerschrank
    Wenn hier noch verstäkt werden müsste, ist das dann Dein Ding

    Also
    Netzbetreiber nochmal fragen, was die genau meinen
    falls nur Dein Anschluss, denen gleich klarmachen, dass die sich drum kümmern dürfen (auf ihre kosten)
    falls Dein Hausanschlusskasten zu lütt, dann mal Elektriker interviewen, was zu machen wäre (und kosten)

  • Hier nochmla kurz ein paar Infos

    Die Anlage betreibt ein großen Bauernhaus mit Schweinestall und sonstiger Landwirtschaft.
    Das netz ist so auslgelegt, dass er 30KW einspeisen darf. Wenn er mehr einspeisen will, muss der Anschluss ausgebaut werden und dass muss der Besitzer selber bezahlen. Nach Angaben die mir vorliegen soll der Ausbau des Netzes an die 2000 Euro kosten.

    Jetzt ist das so, dass er den meisten Strom selber benutzt. Solange er den Strom selber verbraucht können ja auch beide BHKWs und die Solaranlge laufen. Ist es aber mal ausnahmsweise mal so, dass er nicht so viel Strom verbrauchen kann und mehr als 30kw ins Netz eingespeist werden, muss der eine DAX abgeschaltet werden, damit er nciht über 30KW kommt.

    Es lohnt sich für ihn nicht das Netz weiter ausbauen zu lassen, da der Fall, dass er alles Einspeist selten vorliegt.

    Soweit sind gerade meine Infos.
    Gruß Heiko