Verschlammter Heizöltank: Was tun?

  • Liebe Hausenergie-Nerds,

    der Anwendungsfall sieht wie folgt aus: Das betroffene EFH-Haus ist aus den 1960er Jahren und hat eine Ölheizung, wobei mittelfristig eine Wärmepumpe eingebaut werden soll. Momentan geht der Heizkessel öfter mal auf Störung, weil sich der Schmodder im Heizöltank ca. 10 cm hoch gesammelt hat und in den Brenner gesogen wird, wo er nichts zu suchen hat. Es geht nun darum, den Heizöltank zu reinigen, damit das System noch ein paar Jahre lang betrieben werden kann, bevor dann eine schrittweise energetische Sanierung auch den Wärmeerzeuger austauscht. Dummerweise ist die Technik aus den 60er Jahren heute nicht mehr regelkonform, so dass sich angefragte Öltank-Pfleger weigern, das alte Ding innen sauber zu machen.

    Gibt es von euch kluge Besserwissereien, die es wert wären, hier geteilt zu werden?

    Mit Clausthaler Glückauf!

    Gunnar

    Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)

  • Hallo Guten Morgen

    da fällt mir der trick meines vaters ein

    der hat einfach den ansaugleitung weiter aus den

    ölsumpf gezogen um sauberes öl zu bekommen ´.

    entsorgt muss der tank ja dann sowieso werden.

    weiss auch nicht ob es mittel gibt die man in den tank gibt,

    die den sumpf neutralisieren?

    gruss gerd

  • hallo

    soweit ich noch weiß waren dass mehrere kunstofftanks und unten

    verbunden mit rohre und oben war ein dünnes cu-rohr als saugleitung konnte man immer

    weiter rausziehen .

    so wars noch bis vor 5 jahren bis zur modernisierung.


    gruss gerd

  • Ok, Danke Gerd!

    Der Heizöltank in dem Gebäude, in dem meine Familie von '77-'87 wohnte, war ein großer Stahltank, der einen ganzen Kellerraum umfasste und dessen Tür knietief hoch als Leckage-Schutz ausgemauert war. Daher hätte man bei so einem Design durch eine Wartungsöffnung reinklettern müssen, wenn der Tank leer ist.

    Das Ding hätte man nach dem Abschalten des Ölkessels entweder vor Ort kleinflexen können und hätte so einen neuen Kellerraum gewonnen oder – ähnlich wie im Diskussionsfaden Umbau Öltanks behandelt als drucklosen Wärmespeicher nutzen können – sowas ist ja nicht nur für BHKWs von Nutzen sondern auch bei Wärmepumpen (auch wenn die Energiedichte wegen der kleineren Vorlauf-Rücklauf-Temperaturdifferenz nicht so groß ist). Zudem kommen die Abstrahlungsverluste des Speichers als Kellerheizung dem Gebäudeinneren zu Gute.

    Gruß,

    Gunnar

    Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)

  • Einen alten Heizöltank als drucklosen Pufferspeicher?

    Mach das bloß nicht. Ich hatte so was genau eine Heizsaison lang. Das Ding hat 1/3 des gesamten Heizölverbrauches gefressen im Vergleich zum Vorjahr. Und ich hatte das Ding mit 80 mm Steinwolle gedämmt. Außerdem war da noch das Problem das der Tank ohne Korsett das nicht ausgehalten hätte und vor der Befüllung mit Wasser verstärkt wurde. Ein riesen Haufen Arbeit und viel Geld, u.A. für die zus. Wärmetauscher und Pumpen, für nix.