Auf ein gutes neues Jahr 2026!
2023 wurde der problembehaftete Vitotwin durch einen Neotower 2.0 der Firma RMB ersetzt. (Die Firma Viessmann hatte das Altgerät damals zu m.E. recht fairen Konditionen von mir "zurückerworben".) Also seither nun ein klassischer Yanmar 700ccm Gasdreizylinder mit angeschlossenem Generator statt eines zitternden Microgen Stirling.
Die technische vorab bzw. vorort Projektberatung durch einen erfahrenen Außendienstmitarbeiter war gut und realistisch. Bzgl. der Laufzeitprognosen etc. wurden z.B. keine falschen Versprechungen gemacht. Für die engen Platzverhältnisse konnte eine Lösung gefunden werden. Auch der Hinweis auf die notwenige Schalldämpfung war intensiv und richtig. (In einem bestimmten Kellerraum gibt es dennoch eine Art akustische Interferenz bzw. ein Eigenfrequenzphänomen und die Situation mit den tiefen Frequenzen ist dort doch beachtlich laut - glücklicherweise handelt es sich nur um einen Lagerraum und ich habe daher keine akustischen Gegenmaßnahmen ergriffen.)
Bis auf zwei Defekte am gleichen Bauteil im Steuerschrank (NA-Schutz) gab es bisher keine großen Probleme. Innerhalb der Garantiezeit wurden zwei Kühlwasserschellen bzw. Übergangsstücke hydraulisch leicht undicht, was ebenso wie die elektronischen Defekte anstandslos von RMB bzw. der beauftragten Firma Enerscout behoben wurde. ![]()
Zu den Werten:
(Durch den Tod meiner Schwiegermutter im ersten Betriebsjahr und dem Auslandsaufenthalt unseres Großen seit dem zweiten Betriebsjahr sind das UG sowie das OG nicht mehr bewohnt, wodurch sich die Wärmeabnahme und der Strombedarf unerwartet verringert haben. Und dennoch war und ist der Neotower für mich 'gefühlt' bisher eine gute Entscheidung.)
Innerhalb des letzten Kalenderjahres lief der Neotower aus genannten Gründen überschaubare 3.060Bh mit durchschnittlichen 24h pro Start.
Der Erdgasverbrauch lag bei 1.990m³ bzw. ca. 21.850kWh.
Es wurden dabei 3.850kWh Strom erzeugt, was eine bewusst geringe (da üblicherweise manuell modulierte) Erzeugungsleistung von 1,26kW im Durchschnitt ergibt.
(Ich habe stets auf "Eintaktbetrieb" geachtet - er sollte nur 1x täglich starten, was auch bis auf wenige Ausnahmen gut gelang. Der Puffer wurde thermisch nur auf max 75% gefahren.)
20% des erzeugten Stromes wurden eingespeist und 80% flossen in den häuslichen Bedarf sowie das kleine elektrische Zweitauto, das alltäglich zum Pendeln benutzt wird.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, wurden ca. 18% der verbrauchten Gasmenge in Strom und im Umkehrschluss ca. 82% des Gases in Wärme umgesetzt. Das liegt 'relativ' nahe an den vom Hersteller angegebenen Idealverhältnissen für den Erdgasbetrieb, wenn man Gasumrechnungs- und Rundungstoleranzen sowie Taktbetrieb, Verluste usw. berücksichtigt.
Hier die Angaben des offiziellen Datenblatts:
Ich betreibe KWK nicht, weil ich sparen will oder damit die Menschheit retten kann - ich betreibe sie aufgrund der Freude am technischen Grundprinzip, den Brennstoff vor Ort hocheffizient zu nutzen. Die Tatsache, dass ich in Kombination mit PV und Akku nur noch 5% meines Strombedarfs aus dem Netz beziehe, ist dabei relativ nebensächlich.
Ich habe als weitere Wärmequellen eine kleinere Split-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion im OG sowie eine weitere größere im UG.
In EG und UG befindet sich aus Behaglichkeitsgründen jeweils im Wohnzimmer noch ein Kaminofen - und auch zur moderaten Zuheizung (...mit "selbst gemachtem Holz") bei strengen Minusgraden bei der Außentemperatur, sodass die Grundwärme aus dem Keller dann in andere Zimmer verteilt werden kann.
Über die Sommermonate steht der Neotower prinzipiell still und wird lediglich präventiv kurz laufen gelassen, damit er sich nicht "kaputtsteht".
Das Warmwasser wird daher im Sommer mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Ariston Nuos Primo 100) gemacht. Im Winter reicht die Wärme aus dem alten Viessmann 950l Hygienespeicher, die entsprechend aufgrund des dann benötigten Heizungsvorlaufes von ca. 40°-55° schon ideal vorgewärmt in die WP fließt und dann ggfs. noch aktiv hochgeheizt wird oder darin "passiv abkühlt", wenn die VLT einmal hoch ist. 1x in der Woche heize ich die 100l Brauchwasser darin jeweils von den eingestellten und grundsätzlich ausreichenden 45-50° auf ein sicheres maximales Temperaturniveau hoch. Der ganze Grundaufbau ist recht primitiv aber sehr funktional. Bonuseffekt: Der Keller ist warm (Neotower) und trocken (Nuos Primo). Die Verlustwärme des Neotowers im Heizraum wird bisweilen durch die kleine WP in das Brauchwasser gepumpt: Rechnerisch völlig irrelevant - trotzdem macht es irgendwie Spaß.
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Ich hoffe, dieser kleine Bericht ist für den einen oder die andere hilfreich ... oder zumindest etwas unterhaltsam ![]()
Es gab keinerlei Anreize der genannten Firmen für diesen Bericht - ich wollte lediglich einmal eine "Erfolgsmeldung" machen, statt wie früher beim Vitotwin nur Lösungshilfen in Anspruch zu nehmen.
Herzlicher Gruß ins Forum!
Krümel