Dachs MSR1 Parallelbetrieb ausschalten

  • Hallo Zusammen,

    ich bin der Kay habe einen Dachs Erdgas MSR1,eine 9,9kWp PV-Anlage und eínen Holzvergaser; dazu ist ein Heizstab installiert, der über eine eigene Steuerung misst, wieviel erzeugter Strom von Dachs und PV im Haus gebraucht wird und den Rest in den Heizstab schickt. Wenn weder PV noch Holzvergaser meiner Puffer füllen, habe ich die MSR1 so eingestellt, daß sie im Programm S die Temperatur oben im Puffer über Fühler 1 misst und der Dachs bei ca. 45°C startet und bei ca 60°C Puffer oben ausgeht. Meist steht im Display Monovalentbetrieb, was ich als richtig erachte, da der Dachs allein und bis zur vorgegebenen Temperatur heizt. Manchmal steht aber Parallelbetrieb und er heizt bis oben im Puffer 80°C erreicht sind,was ich nicht möchte, da der Holzvergaser diese Temperatur bringen soll, wenn ich ihn feuere.

    Nun meine Frage: Wie schalte ich diesen Parallelbetrieb aus?

    Danke schon mal für Eure Antworten.

    Kay

  • Nun meine Frage: Wie schalte ich diesen Parallelbetrieb aus?

    Leider ist mir Dein Beitrag bzw. Deine Frage unverständlich.

    Der MSR 1 Regler ist seit über zehn Jahren vom Markt und vor über 20 Jahren auf den Markt gekommen.

    Logischerweise sind die Möglichkeiten und Reglereigenschaften entsprechend veraltet.

    Du hast nun das Reglerprogramm "S" eingestellt, dass für zwei Wärmeerzeuger ist.

    Nun fragst Du wie Du den "zweiten Wärmeerzeuger" ausschalten kannst. Nun zum einen hat dieser sicherlich einen Hauptschalter mit dem du ihn abschalten kannst. Ebenfalls kannst Du ihn entsprechend "abklemmen" d.h. die Verbindung des Reglers trennen.

    Andernfalls wird der Dachsregler immer wenn die Wärmeerzeugung des Dachs nicht ausreicht den zusätzlichen Wärmeerzeuger einschalten, weil das ist ja seine Aufgabe.

  • Hallo Dachsfan,

    das Programm S regelt bei mir die Temperatur in meinem Puffer oben immer zwei Kelvin über der Vorlauftemperatur des Heitkreises. Wenn diese Zwei Kelvin unterschritten werden, schaltet der Dachs ein, wie er soll. aber nach einer bestimmten, noch nicht gemessenen Laufzewit steht nicht mehr Monovalentbetrieb im Display, sondern Parallelbetrieb oder Bivalent Umschaltzeit. Da ist die Temperatur im Puffer aber bis zur Mitte runter schon erreicht und der Dachs läuft weiter, statt abzuschalten. So bekomme ich die Wärme von meinem Holzvergaser nur schwer im Puffer unter. Dass es eine Mindestlaufzeit gibt weiß ich, aber so lange?

    Mein Ziel wäre, dass der Dachs nach erreichen der zwei Kelvin über dem Vorlauf, oder von mir aus 10 Kelvin, abschaltet.

  • Mein Ziel wäre, dass der Dachs nach erreichen der zwei Kelvin über dem Vorlauf, oder von mir aus 10 Kelvin, abschaltet.

    Dann ist es besser Du verwendest dazu eine Therme anstatt einem Dachs.

    Jeder Verbrennungsmotor mag weder Kaltstarts noch kurze Laufzeiten, auch da ansonsten im Motoröl ( Text ganz unten im Link ) Motorschaden aufgrundzu häufiger Starts .

    Der Hersteller Senertec schreibt vor, dass die Anzahl der Starts unter dem der Betriebstunden leigen muss, woraus sich ergibt, dass der Dachs pro Start mind. eine Stunde laufen muss.

  • Parallelbetrieb heisst nur, daß ein 2. Wärmeerzeuger freigegeben wird. Und dazu muß dieser am Dachs mit angeschlossen sein. Wenn das nicht der Fall ist, ändert sich nichts - egal ob Mono- oder Parallel im Display steht.

  • Ich habe eine ähnliche Konstellation, habe es so realisiert, dass im Pufferspeicher oben ein Bimetallthermostat steckt, welches bei 40 Grad einschaltet und den externen Lastgang anfordert. Um ein takten zu vermeiden, habe ich zwei Stunden Mindestlaufzeit programmiert, dann ist der Puffer meistens ca zur Hälfte geladen.

    So übernimmt der Dachsregler keinerlei Steuerungsaufgaben

    Vielleicht hilft das ja weiter.

    Haus: PV 9,9 kWp ● Inselwechselrichter 5,0 kW ● 26 kWh Batteriespeicher ● BHKW Senertec Dachs HR NE ● Atmos Holzvergaser-Pellet-Kombikessel 30kW ● Dimplex Luftwärmepumpe 20kW ● Autarkie: 100%
    Werkstatt: PV 4,8 kWp ● BHKW Senertec Dachs HR Altölumbau ● Holzvergaser Atmos DC30GSE

  • Ich kenne das Verhalten vom MSR1 auch so, dass er je nach Situation zwischen Mono- und Parallelbetrieb umschaltet, ohne dass sich praktisch viel ändert. Oft spielt die Kombination aus Fühlern und Laufzeiten da etwas rein. Ich würde es an deiner Stelle auch erstmal beobachten, bevor du etwas verstellst. Manchmal stabilisiert sich das nach ein paar Zyklen wieder.

  • Ich verstehe die Problematik bei Deiner Installation nicht.

    Entweder braucht man Strom, dann muss der Dachs laufen. Dann brauchst aber den Holzvergaser nicht.

    Oder man braucht keinen Strom, dann muss er nicht laufen. Dann den Holzvergaser anschüren.

    Es gäbe noch eine dritte sinnvolle Variante: man braucht Wärme und der Dachs versorgt eine Wärmepumpe.

    Dachst-Strom mit dem Heizstab zu verheizen ist meistens nicht sonderlich sinnvoll. Außer um bei einem ausgeförderten Gerät Probleme in der Anlagenführung auszugleichen. Besser, Du lädst eine Batterie damit, z.B. einen Hausspeicher oder die Batterie eines Elektroautos.

  • Hallo Kay,

    was mir bei nochmaligem Lesen Deines Beitrags noch aufgefallen ist - Du schreibst sinngemäß 'bis oben im Puffer die Temperatur erreicht ist'.

    Das kommt mir komisch vor, denn bei einem Heizungspuffer drücken die Wärmeerzeuger ihr heißes Wasser oben in den Puffer rein, die Wärmesenken entnehmen oben heißes Wasser.

    Bei Pufferbeladung wandert die heiß/kalt-Grenze von oben nach unten.

    Eine sinnvolle Steuerungsstrategie müsste daher sein:

    Dachs ein, wenn oben im Puffer eine Mindesttemperatur unterschritten wird
    Dachs aus, wenn unten im Puffer eine Maximaltemperatur überschritten wird

    Bei meiner Anlage ist die Steuerung über eine SPS realisiert, die den Dachs über den Kontakt 'Lastganganforderung' einschaltet.

    Die Startbedingungen sind verschiedene Kombinationen aus zwei bevorzugten Laufzeitblöcken früh und abends, Netzbezug, Batterieladestand niedrig, E-Auto-Ladebetrieb oder Puffer-Wärmeinhalt niedrig.

    Die Stoppbedingungen sind Mindestlaufzeit rum, Batteriestand hoch, kein Energiebedarf, Puffer-Wärmeinhalt hoch (in verschiedenen Kombinationen)