Moin Gemeinde,
mein heutiges Thema wurde schon ein paarmal in anderen Threads angesprochen, die ich aber mit meiner Frage nicht kapern wollte. Mir geht es um folgendes:
Wir werden früher oder später (wenn unser Vitotwin mal nicht mehr will) unsere Heizung auf eine Wärmepumpe umstellen – die Frage ist nur was für eine. Mit einer Split-WP haben wir in den 1980er Jahren schlechte Erfahrungen gemacht. Es wurde ja hier auch vielfach auf die Vorteile von Monoblock-WP's im Vergleich zur Split-Aufstellung hingewiesen, und manche guten WP's (wie z.B. die Lambda) sind überhaupt nur als Monoblock erhältlich.
So wie ich das verstanden habe ist der einzige wirkliche Nachteil von Monoblock-WP's die Gefahr eines Einfrierens der Heizkreis-Seite bei längerem Stromausfall: Wenn also – anders als bei einer reinen WP-Störung – die Umwälzpumpe nicht läuft, die bei Frost und WP-Stillstand das Einfrieren durch Zuführen von Wärme aus dem Haus verhindern soll.
Als Standardlösungen für dieses Problem wurden hier nach meinem Verständnis zwei Wege diskutiert:
- Frostschutzmittel: Erfordert das Zwischenschalten eines Wärmetauschers zum Heizkreis, also eine zusätzliche Investition sowie Kompromisse beim Wirkungsgrad: Meines Wissens braucht jeder normale Wärmetauscher mindestens fünf (besser zehn) Kelvin Temperaturdifferenz um ausreichenden Wärmedurchgang zu haben. Deshalb muss die WP bei gegebenem Wärmebedarf eine höhere Temperaturdifferenz aufbringen als ohne WT, und das geht auf den COP.
- Bei längerem Stromausfall das Wasser ablassen: Hier ist die Frage ob man das (einschließlich dem späteren Wiederauffüllen) als Laie hinkriegt ohne was kaputt zu machen. Dafür den Heizungsbauer zu rufen ist vermutlich keine Alternative.
Und deshalb meine Fragen:
1) Gibt es bei der Frostschutz-Methode Lösungen, welche die COP-Verluste durch den zusätzlichen Wärmetauscher minimieren? Und wie hoch sind die Verluste dann noch?
2) Zur Ablass-Methode: Gibt es Schätz- oder Erfahrungswerte, wie lang eine Monoblock-WP beispielsweise bei minus zehn Grad stillstehen kann, bevor sie einfriert? Minuten oder Stunden oder gar länger? Ich denke da an die Gefahr, dass der Strom (gemäß Murphy's Law) in einer kalten Winternacht genau nach dem Zubettgehen ausfällt und man über viele Stunden nichts davon merkt. Ist dann ggf. am nächsten Morgen (wenn immer noch kein Strom da ist) noch Zeit das Wasser abzulassen, oder muss man dann z.B. das Ablassventil womöglich schon mit einem Gasbrenner auftauen (sofern man einen parat hat)?
3) Wäre es eine Alternative, bei Stromausfall stattdessen die Umwälzpumpe aus einem Notstrom-fähigen Stromspeicher oder einem Notstromaggregat laufen zu lassen? Dass das nicht ewig geht ist klar, aber einen oder zwei Tage könnte man damit vielleicht überbrücken. Eine PV mit Stromspeicher dürften ja viele WP-Betreiber haben.
4) Oder bin ich völlig auf dem Holzweg und das stimmt alles nicht oder es gibt viel bessere Lösungen?
Für Input aus Eurem Fachwissen und Erfahrungsschatz wäre ich dankbar. ![]()