Hallo liebe Forumsgemeinde,
ich betreibe ein BHKW Typ Senertec Dachs 5.5G, also gasbetrieben. Um die Jahreslaufzeit des BHKW abzusenken (Gasersparnis und Verlängerung der Restlebensdauer Dachs) möchte ich eine Luft Wasser Wärmepumpe zubauen.
Das Haus verfügt neben dem BHKW (thermische Leistung 14,8kW, elektrisch 5,5kW, 750l Pufferspeicher) über eine 10kW PV Anlage mit 22kWh Batteriespeicher.
Wärmeenergiebedarf übers Jahr inc. Warmwasser sind 40 MWh, dafür läuft das BHKW ca 2900h. Das Haus wird per Fußbodenheizung beheizt, Warmwasser wird über eine Frischwasserstation erzeugt.
Ein 4,5kW Heizstab im Pufferspeicher ist zwar verbaut, wurde jedoch nie genutzt.
Der Bedarf des Hauses an elektrischer Energie (incl. HybridFahrzeug) liegt bei 12,9 MWh pro Jahr bei ca 1,1kW Dauerlast. Die PV erzeugt 12,7 MWh im Jahresschnitt.
Angedachte Betriebsstrategie der Wärmepumpe:
a) Sommer/Übergangszeit:
Aufheizen des Pufferspeichers im Hochtemperaturbereich (55°C) durch PV Überschüsse, so dass das BHKW aus bleibt und Frischwasserstation alleine von WP versorgt wird.
b) Beginn Heizzeit/Winter:
BHKW Betrieb, WP unterstützt im Temperaturbereich der Fußbodenheizung (35-40°C) und nützt Überschüsse der elektrischen Erzeugung des BHKW
Excel Kalkulationen auf Monatsbasis ergeben eine Reduktion der BHKW Laufzeit auf 60% bei nahezu kompletter Nutzung/Vermeidung etwaiger „Rückspeisungen“.
Nun meine Fragen an die Wissenden hier:
- Kann das so funktionieren oder steckt da irgendwo ein Denkfehler drin?
Details:
Pufferspeicher 750 l, keine inneren Strukturen hinsichtlich Erzwingung von Schichtungen.
BHKW speist oben in Pufferspeicher ein (aktuell 83°C-88°C) und hat Rücklauf unten (40°C-85°C). Die Frischwasserstation entnimmt das Wasser für den Wärmetauscher ebenfalls oben und speist unten zurück in den Speicher. Aktuelle WW Temperatur 55°C.
Der Vorlauf zum Mischer der Fußbodenheizung geht bei 2/3 Höhe vom Pufferspeicher ab, Rücklauf mündet bei 20% Höhe von unten in den Speicher.
Die Wärmepumpe kann bei 2/3 Höhe einspeisen. Ein Abgang unten im Pufferspeicher kann als Rücklauf dienen. Mit Umbau wäre ein Abgang bei 20% Höhe verfügbar.
Also:
Würde das von Temperaturen/Volumen/Volumenströme/Temperaturspreizungen funktionieren?
Passen die angedachten Pufferanschlüsse bei 2/3 und unten.
Oder Umbauen… z.B. Rücklauf bei 20% Höhe, BHKW anders einbinden, aufwendigere Konstruktionen mit 3 Wegeventilen….) - Welche Leistung müsste die Wärmepumpe haben?
Bei meiner Excel Rechnung waren Kriterien: Laufzeiten, zur Verfügung stehende Überschüsse vs. Modulierbarkeit und im Notfall „Alleinebetrieb“ falls das BHKW Grätsche macht)
Dabei bin ich von Modellen mit 9kW bzw. 12kW thermisch ausgegangen. (Aquarea T-CP Gen M, Steuerung über Heishamon)
Also:
Welche Größe würdet Ihr empfehlen?
Und jetzt freue ich mich auf Rückmeldungen und sag schon Mal „Danke“
Schöne Grüße aus München
Stefan