Strom mittags gratis – wie beeinflussen negative Strompreise die PV-Strategie?

  • Wir haben letztes Jahr eine PV-Anlage auf dem Dach installiert – die Idee war: tagsüber selbst verbrauchen, den Rest einspeisen und die Einspeisevergütung mitnehmen. Über Strompreis-Schwankungen haben wir bisher wenig nachgedacht.

    Jetzt lese ich, dass der Strompreis am 12. Mai mittags auf -250 €/MWh gefallen ist. Wer einen dynamischen Vertrag (wie Tibber) hat, konnte zu diesem Zeitpunkt Strom verbrauchen – und damit Geld verdienen.

    Das war mir so auf Haushaltsebene völlig neu.

    Heißt das, PV-Anlagen sollten künftig viel stärker auf Preissignale reagieren?

    Wäre es sinnvoll, E-Auto-Ladung, Boiler oder Speicher automatisch auf diese Zeiten zu legen? Oder war das eher ein seltener Sonderfall, auf den man nicht gleich alles umstellen muss? Ich nutze derzeit noch keinen dynamischen Tarif und habe auch keinen Speicher – bin aber am Überlegen, ob sich ein Umdenken lohnt.

    Hat jemand von euch schon konkrete Erfahrungen damit gemacht?

  • Vor ein paar Tagen wurde noch über eine PV nachgedacht - und jetzt ist die seit einem halben Jahr auf dem Dach?

    Lena2025
    24. April 2025 um 08:21

    Selbst mit zwei E-Autos, 44 kWh Speicher, 30 kWp auf dem Dach und Wärmepumpe im Haus lohnen sich variable Strompreise nicht. Der Strompreis an sich macht nur einen kleinen Teil der Stromkosten aus. Der Löwenanteil sind Abgaben, Umlagen, Steuern und Entgelte. Die örtlichen Stadtwerke bieten HT/NT an, das reicht mir. Im Dezember/Januar mache ich nachts den Speicher zu 50 Prozent voll und nehme etwas in den Tag mit. Aber selbst das muss man spitz durchrechnen. Die Speicherung hat auch Verluste und die Abnutzung vom Speicher sollte man auch einpreisen.

    Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:

  • Wäre es sinnvoll, E-Auto-Ladung, Boiler oder Speicher automatisch auf diese Zeiten zu legen?

    Unsere go-e Wallbox bietet mit Hilfe eines "Controllers" eine solche Funktionalität an, d.h. man könnte damit das Auto (oder auch andere Verbraucher) automatisch laden, wenn der Börsenstrompreis unter eine bestimmte einstellbare Schwelle fällt. Aber wenn man das eine Zeitlang beobachtet stellt man fest, dass nicht ganz zufällig – jedenfalls von März bis Oktober – niedrige Strompreise fast immer zu Zeiten hoher PV-Leistung auftreten. Börsenstrompreise um oder unter 0 EUR/MWh kommen mittlerweile zwar ziemlich oft vor, aber da kommen halt immer noch die Netzgebühren, Steuern und Umlagen sowie auf alles die Umsatzsteuer oben drauf. Dass man insgesamt mit einem variablen Strompreis deutlich weniger zahlt als für die (entgangene) EEG-Einspeisevergütung aus der eigenen PV-Anlage ist derzeit noch eher selten. Wir haben deswegen zwar Wallboxen mit Überschussladung, aber keinen variablen Strompreis (wobei sich Letzteres in einigen Jahren natürlich ändern kann, wenn die negativen Preisspitzen häufiger und tiefer werden).

    Die örtlichen Stadtwerke bieten HT/NT an, das reicht mir.

    Machen wir auch so, allerdings ist der feste Rhythmus von HT/NT bei uns immer noch der von Anno Tobak, als nachts der überschüssige Braunkohle- und Atomstrom weitergebracht werden musste: NT-Phase ist Werktags 22:00h bis 06:00h sowie Samstags ab 13:00h bis Montag 06:00h. Trotzdem kommen wir beim Bezugsstrom – mit PV und BHKW, aber ohne Stromspeicher – auf mehr als 65% NT-Anteil. Die E-Autos werden hauptsächlich mit PV-Überschuss geladen, im Winter zusätzlich mit NT-Strom.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012
    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010
    Solarthermie Viessmann Vitosol 300 Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)
    E-Autos: BMW i3 seit 2/2024 und Audi Q4 e-tron (45 quattro) seit 12/2024, an zwei go-e Wallboxen mit Controller

    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 (14. Mai 2025 um 18:32)

  • Verständnissfragen

    Die dynamischen Strompreise kann man doch nur mit einem iMSys (intelligentes MessSystem) nutzen, oder? Hat von euch jemand so etwas schon verbaut und nutzt das tatsächlich im (momentan) Stundentakt?

    sailor773, Neuendorfer "Abgaben, Umlagen, Steuern, Entgelte, Netzgebühren" - könnt Ihr dazu bitte ein paar Zahlen nennen. Fiktive Situation: 12 Uhr Mittags. PV-Börsenstrom = 0 €/MWh, ich will 100KWh ins Auto laden. Was kosten diese 100kWh dann real?

    Manche nutzen den günstigen, dynamischen Strompreis um im Frühjahr/Herbst die Heizung elektrisch zu betreiben anstatt z.B. mit Gas. Hat hier jemand praktische Erfahrungswerte? Wieviel Sparpotential hat sich für euch daraus ergeben?

    19,2 kWp PV, 3xVictron MP2 8000, 10xPylontech US-5000
    FHEM, FS20, enOcean, HM, Tasmota

    :zitat: "Alles Zweifelhafte muss angezweifelt werden", "kannste schon so machen, aber dann ist es halt Kacke", "TOLD U SO", "there is no cloud, only other peoples computer", "enthält Spuren von Willkür"

  • Vor ein paar Tagen wurde noch über eine PV nachgedacht - und jetzt ist die seit einem halben Jahr auf dem Dach?

    Lena2025
    24. April 2025 um 08:21

    Selbst mit zwei E-Autos, 44 kWh Speicher, 30 kWp auf dem Dach und Wärmepumpe im Haus lohnen sich variable Strompreise nicht. Der Strompreis an sich macht nur einen kleinen Teil der Stromkosten aus. Der Löwenanteil sind Abgaben, Umlagen, Steuern und Entgelte. Die örtlichen Stadtwerke bieten HT/NT an, das reicht mir. Im Dezember/Januar mache ich nachts den Speicher zu 50 Prozent voll und nehme etwas in den Tag mit. Aber selbst das muss man spitz durchrechnen. Die Speicherung hat auch Verluste und die Abnutzung vom Speicher sollte man auch einpreisen.

    :PJa, die Anlage wurde letztes Jahr bei uns installiert – aber ehrlich gesagt war ich anfangs kaum eingebunden.
    Erst jetzt, wo das Thema Strompreise und Preissignale stärker in den Fokus rückt, setze ich mich intensiver damit auseinander.

    Was mir dabei auffällt: Man denkt immer, PV reicht allein – aber ohne gutes Lastmanagement (und vielleicht auch Speicher) bleibt viel Potenzial ungenutzt.

  • Was mir dabei auffällt: Man denkt immer, PV reicht allein

    Man muss den Marketingabteilungen zugestehen, dass die sehr gut darin sind, die "unbequemen Wahrheiten" von PV gekonnt unter den Tisch fallen zu lassen - streng nach dem Motto: "alles was man sagt muss wahr sein, aber man muss nicht alles sagen was wahr ist". Das ein Wechselrichter mit Batteriespeicher abschaltet, wenn das externe Netz ausfällt hat für mich noch nie Sinn ergeben. Bei manchen Herstellern kann man die USV-Option "dazubuchen" - das ist dann so wie die FritzBox vom TK-Anbieter, bei dem ich jedes WLAN Gerät extra dazubuchen (und bezahlen) muss.

    Das die Rentabilität von PV-Anlagen "hart und auf den Cent genau" berechnet wird, schreibe ich irgendeiner Lobby zu. (gefühlt) "Wenn nach exakt 10 Jahren nicht mind. 1 Cent Gewinn rauskommt ist es unrentabel" - dabei haben PV-Module nach 20 Jahren noch 80% Leistung. (beobachtet) Wenn der Luxus Kaffeevollautomat für 2000 € nach 3 Jahren kaputt geht, wird (murrend) einfach ein neuer gekauft. Wenn nach 8 Jahren ein Wechselrichter sich verabschiedet, war das komplette PV-Projekt unrentabel und "der größte Fehler meines Lebens".

    Fazit: "Wissen ist Macht und viel Wissen macht nix / schadet nicht" - man muss sich selbst mit Materie vertraut machen, man sollte sich mehr auf die Wissenschaft als auf die Werbung (oder sozialmedia) verlassen (lesen bildet) und in der heutigen Zeit muss man sich auch immer die Fragen stellen: was wird mir absichtlich verschwiegen und welche Ziele verfolgt der Hersteller/Verkäufer wirklich (gutes Produkt oder Daten sammeln und verkaufen).

    LG Markus

    19,2 kWp PV, 3xVictron MP2 8000, 10xPylontech US-5000
    FHEM, FS20, enOcean, HM, Tasmota

    :zitat: "Alles Zweifelhafte muss angezweifelt werden", "kannste schon so machen, aber dann ist es halt Kacke", "TOLD U SO", "there is no cloud, only other peoples computer", "enthält Spuren von Willkür"

    2 Mal editiert, zuletzt von Markus M. (15. Mai 2025 um 11:39)

  • Die dynamischen Strompreise kann man doch nur mit einem iMSys (intelligentes MessSystem) nutzen, oder?

    Richtig. Bei Anbietern wie Tibber kann man zwar auch ohne iMSys Strom beziehen, aber dann wird der Preis nach Standardprofilen errechnet. Ein gezieltes Ausnutzen negativer Preisspitzen ist damit nicht möglich.

    "Abgaben, Umlagen, Steuern, Entgelte, Netzgebühren" - könnt Ihr dazu bitte ein paar Zahlen nennen.

    Die aktuellen Zahlen sehen ungefähr (es gibt teils regionale Abweichungen) wie folgt aus:

    • Netznutzungsentgelte 10,7 ct/kWh
    • Stromsteuer 2,05 ct/kWh
    • Konzessionsabgabe 1,7 ct/kWh ("Wegelagerer"-Abgabe an die Kommunen)
    • §19-NEV Umlage 1,56 ct/kWh (zahlen die Verbraucher dafür, dass stromintensive Unternehmen von Netzentgelten entlastet werden X()
    • Offshore-Netzumlage 0,82 ct/kWh (deckt die Kosten für die Anbindung von Offshore-Windanlagen)
    • KWKG-Umlage 0,3 ct/kWh (legt die Kosten für die KWKG-Zuschläge auf alle Verbraucher um)

    Die Summe dieser Posten beläuft sich auf ca. 17,1 ct/kWh netto, die auch bei einem Börsenstrompreis von Null ct/kWh anfallen. Darauf werden dann noch 19% Umsatzsteuer fällig, so dass der Verbraucher im Extremfall selbst bei einem Börsenstrompreis von Null seinem Lieferanten noch mehr als 20 ct/kWh für Bezugsstrom zahlen muss – allfällige Gewinnmargen noch gar nicht mitgerechnet.

    Jetzt kann das abhängig von den Umständen – jetzt oder in Zukunft – auch weniger sein bzw. werden:

    • Wer eine Wärmepumpe oder Wallbox über einen separaten Zähler betreibt, kann sich auf diesen Strom die beiden letztgenannten Umlagen erstatten lassen, zahlt also brutto ca. 1,3 ct/kWh weniger. Für diese Art von Verbrauchern sind auch Teil-Entlastungen bei den Netzentgelten möglich, als Ausgleich für die temporäre Abregelung bei Netzengpässen.
    • Die Netznutzungsentgelte sollen zukünftig generell entsprechend der Netzbelastung gestaffelt werden. Wer dann beispielsweise in Zeiten hoher PV-Überschüsse Strom aus dem Netz bezieht, zahlt darauf weniger Netzentgelte. Aber wie hoch die Differenz sein wird und wann (bzw. ob überhaupt) dies auch beim Privatverbraucher ankommt, weiß ich nicht. Jedenfalls würde dies ein iMSys erfordern.
    • Der neue Koalitionsvertrag sieht eine deutliche Reduzierung der Stromsteuer vor. Aber angesichts der klammen Kassenlage (neue Wohltaten wie Mütterrente, Umsatzsteuer-Ermäßigung in der Gastronomie oder die Rentengarantie wollen ja auch bezahlt werden) fürchte ich, dass das erst mal nicht kommt – oder wenn, dann nur für Gewerbebetriebe (und dann wahrscheinlich nicht mal für alle).
    • Und schließlich bleibt es den Anbietern überlassen, ob sie die genannten Kosten vollständig im Arbeitspreis in ct/kWh abbilden oder ob ein Teil davon in der fixen Grundgebühr steckt.

    Aber auf absehbare Zeit wird man auch bei einem Börsenstrompreis von Null immer noch mit Stromkosten von deutlich oberhalb 10 ct/kWh rechnen müssen. Außer während kurzzeitigen, extremen Preiseinbrüchen (wie am 11.05.25 mittags) ist es da fast immer günstiger, eigenen PV-Strom selbst zu verbrauchen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012
    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010
    Solarthermie Viessmann Vitosol 300 Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)
    E-Autos: BMW i3 seit 2/2024 und Audi Q4 e-tron (45 quattro) seit 12/2024, an zwei go-e Wallboxen mit Controller

  • Das ein Wechselrichter mit Batteriespeicher abschaltet, wenn das externe Netz ausfällt hat für mich noch nie Sinn ergeben. Bei manchen Herstellern kann man die USV-Option "dazubuchen" - das ist dann so wie die FritzBox vom TK-Anbieter, bei dem ich jedes WLAN Gerät extra dazubuchen (und bezahlen) muss.

    Nein das ist nicht das gleiche.

    Für eine Netzersatzfunktion muß die Zuleitung von aussen vom Hausnetz getrennt werden. Das dauert einige Sekunden. Erst dann darf der eigene PV / Batteriestrom im Haus verbraucht werden. Allerdings in den Leistungsgrenzen des Wechselrichters. Man sollte dafür die Verbraucher genau auswählen und sie auf eine gemeinsame Leitung legen, die dann im Ersatzstromfall versorgt wird - alles andere bleibt "tot".

    USV ist was anderes. hier wird ein Verbraucher bei Netzausfall unterbrechungslos versorgt, zB im Krankenhaus wichtig.

  • GM1967 Ok, ich hab vergessen "z.B." davor zu schreiben. Mein Fehler. Im Kontext dieses Threads wollte ich darauf hinweisen, dass einem jeder "Schmarrn" als "wir sind die Besten" angedreht wird und uns Endverbrauchern nichts anderes übrig bleibt als selbst den Kopf zu benutzen. Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen: Wir haben eine "externe Stromquelle" und wir haben eine "Batterie". Beides läuft an einem Gerät zusammen. Exakt diese Komponenten hat mein Laptop auch. Wenn ich da das Netzteil abstekce, "erwarte ich automatisch", dass der Lappi weiterläuft. Beim Laptop eine Selbstverständlichkeit, beim Hausakku eine Seltenheit. Warum? Und mal ehrlich, im Jahr 2025 ist "smart" (einer meiner lieblingsbegriffe aus dem marketing) dann plötzlich Mangelware im PV Bereich? Ich hab mich ja "aus Gründen" für Victron entschieden, weil die USV schon vor 20 Jahren (eigentlich schon immer) konnten. (Da muss ich immer lachen, wenn ander Herstelles sowas als "ihre Innovation" anpreisen). Werbung ist da eine, die Realität aber etwas anderes. In der Realität sollte man sich "in Themen einarbeiten" und damit meine ich nicht YT-Videos gucken. Es gibt so viele Dokumente auf Uni-Servern, die sich mit Energie beschäftigen, die sind frei zugänglich und man sollte sich die Zeit nehmen. Da kann man viel intelligentes von sehr intelligenten Menschen lesen.

    Ich hab vor ca. 20 Jahren angefangen, mit mit dem Thema Energie und Resourcen zu beschäftigen. Gab damals die Idee, mit meiner damaligen Freundin ein Haus zu bauen. Für mich super, weil "Green-Field" (weisses Blatt Papier). Auch damals gab es schon das Thema "Null-Energie-Haus" und ich hab mir natürlich für jede Funktion im Haus überlegt, wie ich das auf max. Selbstversorger trimmen kann. Von Regenwasser -nutzung/-speicherung/-aufbereitung, über Strom aus PV und BHKW plus Blei-Gel-Batterien, Wärme über Solarthermie, Wärmepumpen, Holzöfen (das ging bis zum eigenen kleinen Wäldchen), bis zur zentralen Lüftung und max. Wärmedämmung. Also das volle Programm. Und dabei wurde mir jeden Tag deutlicher - es hängt alles (immer irgendwie) zusammen und man muss jede Komponente auf die auswirkungen auf andere Komponenten beachten. Da ergeben sich sowohl gute Synergieen, als auch echte KO Punkte. (Zähneknirschen ist da langfristig keine Lösung - aus eigener Erfahrung) Aber so findest du halt zum Schluss am Besten, was du brauchst, welche Produkte in dein Gesamtsystem reinpassen und welche nicht.

    Lena2025 Du fragst dich jetzt sicherlich: "Lohnt sich der Aufwand?". -> "Kommt drauf an" :D Wenn es dir wichtig ist, das für dich von April bis Oktober kein Braunkohlekraftwerk laufen muss, dann bestimmt. Wenn du dein Elektroauto nur hast, "weil die anderen Nachbarn auch alle Elektro fahren" und du mit dem Privatjet nach Davos zum Ökosummit fliegst, dann wohl eher nicht (ProTipp: Fahrzeug und bidirektionale Ladestation wird der nächste heisse shit sein). Was dir wichtig ist, kannst nur du für dich entscheiden. Mir macht das Themengebiet sehr viel Spass, ich nehm viel für mein Leben mit, bin aber leider zu arm um alles umzusetzen was ich möchte :D

    LG Markus

    19,2 kWp PV, 3xVictron MP2 8000, 10xPylontech US-5000
    FHEM, FS20, enOcean, HM, Tasmota

    :zitat: "Alles Zweifelhafte muss angezweifelt werden", "kannste schon so machen, aber dann ist es halt Kacke", "TOLD U SO", "there is no cloud, only other peoples computer", "enthält Spuren von Willkür"

  • Wir haben eine "externe Stromquelle" und wir haben eine "Batterie". Beides läuft an einem Gerät zusammen. Exakt diese Komponenten hat mein Laptop auch. Wenn ich da das Netzteil abstekce, "erwarte ich automatisch", dass der Lappi weiterläuft. Beim Laptop eine Selbstverständlichkeit, beim Hausakku eine Seltenheit. Warum?

    Weil Dein Laptop intern mit Gleichspannung auf Niveau des eingebauten Akkus läuft und diese über das Netzteil nur nachgespeist wird. Deine Verbraucher im Haus laufen mit Dreh- bzw. Wechselstrom und bereits eine kurze Unterbrechung führt zu Problemen. Daher braucht es eine Trennung zum Netz, ansonsten zerhaut es Dir im Zweifel Deine Geräte und die Elektrofachkraft am anderen Ende der Leitung, die den Netzausfall beheben will. Alternativ zur Trennung kann man auch andere Techniken einsetzen, aber die sind noch teurer (Richtung Victron oder USV-Technik oder Synchrongenerator BHKW schiel). Also kurzum: Es ist kein Beschiss, dass es zum Batterie-Hybrid-Wechselrichter einen Trennschalter zum Netz braucht. Bei Kostal kostet der Trennschalter etwa 190 Euro und enthält direkt auch noch die Signalisierung für den WR, damit dieser mit dem Umlegen des Schalters startet.

    Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo: