B.KWK-Kongress 2024 – Garant der Energiewende

  • Das Video-Team vom BHKW-Forum e.V. war aufs Neue fleißig und hat Euch die Vorträge vom B.KWK-Kongress 2024 aufgezeichnet. Die Videos werden hier im Thema Stück für Stück veröffentlicht.

    Die aktuelle energiepolitische Lage zum Jahreswechsel 2024/2025

    Die Energiebranche hat die schwierigen letzten Jahre mit Gasknappheit und Sorgen um die Versorgungssicherheit gut gemeistert – und blickt dennoch in eine ungewisse Zukunft: Das Scheitern der Ampel-Koalition kommt insbesondere für die Kraft-Wärme-Kopplung zur Unzeit. Die Verlängerung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) steht noch aus, aber trotz einer bereits im Februar 2024 erzielten Einigung zur Kraftwerkstrategie wurde bisher keine gesetzliche Regelung verabschiedet und selbst die Zukunft des eigentlich fertigen Kraftwerkssicherheitsgesetzes (KWSG) ist mit dem Ampel-Aus nun mehr als fraglich.

    Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:

  • KWK-Studie 2.0 zum Potenzial für die Transformation der Energieversorgung

    Die KWK-Studie 2.0 untersucht das Potenzial der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) für die Transformation der Energieversorgung. Laut der Studie kann und muss die KWK eine entscheidende Rolle bei der Schließung der gewaltigen Kapazitätslücke von 17 bis 21 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2030 übernehmen. KWK-Anlagen sind schwerpunktmäßig verbrauchsnah, wirken der Engpassdynamik im Übertragungsnetz entgegen und helfen, kostenintensive Netzausbaubedarfe im Übertragungsnetz zu reduzieren. Doch politische Unsicherheit lähmt die Transformation – insbesondere die seit einem Jahr ausstehende Verlängerung des KWK-Gesetzes (KWKG).

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  • Entwicklung der KWK und Erfolge des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung

    Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung blickt zurück auf die Entwicklungen der letzten Jahre und zieht eine Bilanz der eigenen politischen Arbeit. Dabei ist festzustellen, dass die Kraft-Wärme-Kopplung in den vergangenen Jahren durch kontinuierliche Arbeit auf politischer und normativer Ebene wichtige Fortschritte erzielen konnte. Im KWK-Gesetz wurden entscheidende Verbesserungen erreicht, unter anderem die erneute Integration von Biomethan. Im Gebäudeenergiegesetz wird die durch KWK bereitgestellte Nutzwärme angerechnet, wodurch ihre Rolle bei der Wärmewende gestärkt wird. Auf europäischer Ebene gelang es, die KWK in verschiedene Richtlinien einzubringen und ihre Bedeutung für Effizienz und Klimaschutz hervorzuheben. Der Verband setzte sich erfolgreich gegen Benachteiligungen der KWK ein, trieb die Aufnahme in technische Normen voran und verschaffte der Branche mehr Sichtbarkeit in Politik und Öffentlichkeit. Diese Erfolge zeigen, dass KWK als zentrale Technologie für Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und CO₂-Minderung etabliert und langfristig unverzichtbar ist.

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  • Braucht es für die Wärmewende einen Anschluss- und Benutzungszwang?

    Die Wärmewende kann ohne verbindliche Vorgaben nur schwer vorankommen. Ein Anschluss- und Benutzungszwang wird in bestimmten Fällen durch die Politik als sinnvolle Option gesehen, um Investitionen in Fernwärmenetze abzusichern, Effizienzpotenziale auszuschöpfen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig sind solche Zwangsregelungen rechtlich heikel, da sie tief in Eigentumsrechte eingreifen und nur unter engen Voraussetzungen zulässig sind. Entscheidend ist, dass Kommunen ihre Wärmeplanung konsequent umsetzen, rechtssichere Grundlagen schaffen und Ausnahmen transparent regeln. Ohne klare politische Rahmenbedingungen und eine enge Verzahnung von Klimazielen, Netzplanung und Verbraucherschutz droht die Wärmewende ins Stocken zu geraten.

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  • Zukunftsvision des BMWK für die leitungsgebundene Wärmeversorgung

    Die Zukunftsvision des BMWK für die leitungsgebundene Wärmeversorgung zielt auf ein klimafreundliches, effizientes und zugleich politisch breit tragfähiges System ab. Die Fortführung und Weiterentwicklung des KWKG werden als entscheidend betrachtet, um die Kraft-Wärme-Kopplung auch künftig als Rückgrat der Wärmewende zu sichern. Dabei wird durch das BMWK betont, dass Technologien wie Fernwärme oder KWK nicht parteipolitisch vereinnahmt werden dürfen, sondern als übergreifende Bausteine eines stabilen Energiesystems anerkannt werden müssen. Das Zielbild des Ministeriums beruht nicht auf zentralen Vorgaben, sondern auf kommunalen Entscheidungen und Szenarien, die von variablen Annahmen wie Gas- und Biomethanpreisen oder der Entwicklung des CO₂-Preises abhängen. Unterschiedliche lokale Ausgangsbedingungen – etwa bestehende Kraftwerksstandorte, verfügbare Netze und Ressourcen – erfordern flexible Lösungen. Damit wird die Wärmeplanung stärker dezentralisiert, während KWK und wasserstofffähige Kraftwerke eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit und Systemeffizienz behalten.

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  • Erneuerbare Energien und KWK in Wärmenetzen der Zukunft

    Dieser Vortrag einer Referentin der TU Dresden zeigt die zentralen Herausforderungen und Perspektiven der künftigen Fernwärmeversorgung. Im Fokus steht der Umbau hin zu grüner Fernwärme auf Basis erneuerbarer Energien. Der Wandel erfordert eine geschickte Kombination verschiedener Technologien wie Großwärmepumpen, Geothermie, Solarthermie-Großanlagen und Speichern sowie eine hohe Flexibilität und Resilienz der Netze. Hohe Investitionskosten und der Mangel an Fachkräften erschweren den Umbau. Fernwärmesysteme müssen künftig stärker dezentral, volatiler und digitalisiert betrieben werden, was neue Simulations-, Prognose- und Optimierungstools erfordert. Besonders die Integration großer Wärmespeicher, die Entwicklung präziser Speichermodelle und der Einsatz innovativer Verfahren wie faseroptischer Temperaturmessungen sind entscheidend für eine effiziente Betriebsführung. Mit Frameworks wie FlixOpt und TWINopt stehen bereits leistungsfähige Werkzeuge zur Verfügung, um Erzeugerportfolios zu optimieren, Netze zu modellieren und kommunale Wärmeplanung fundiert zu unterstützen. Damit zeigt sich, dass wissenschaftlich erarbeitete Methoden und digitale Zwillinge eine Schlüsselrolle für die Transformation der Wärmenetze hin zu einer klimaneutralen Versorgung einnehmen.

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  • Kommunale sektor- und spartenübergreifende Energieleitplanung (KSSE)

    Eine Analyse von Klimaschutz im Bundestag e.V. beleuchtet die Herausforderungen und Widersprüche der aktuellen Wärme- und Energiepolitik. Das Gebäudeenergiegesetz verankert den Paradigmenwechsel hin zur Wärmepumpe, blendet jedoch das Flexibilitätspotenzial der Kraft-Wärme-Kopplung weitgehend aus. Praktiker fordern eine stärkere Orientierung an tatsächlichen Emissionen statt an pauschalen Quoten sowie eine Kombination aus Ordnungsrecht, Förderinstrumenten und CO₂-Bepreisung. Der massive Strombedarf von Wärmepumpen verschärft die Residuallastproblematik, die ohne ergänzende KWK-Systeme, Speicher oder flexible Verbraucher nicht lösbar ist. Wärmepläne zeigen zwar sinkenden Bedarf und wachsende Anteile von Wärmenetzen, bleiben aber oft ohne konkrete Roadmaps, Preisabschätzungen oder Umsetzungsstrategien. Investitionen in Netzausbau und Speicher treiben die Kosten, während lokale Preissignale und intelligente Flexibilitätsmechanismen bislang fehlen. Als Chance könnten sich erneuerbare Speicherkraftwerke auf Biogasbasis erweisen, die die Versorgungssicherheit und Kosteneffizienz verbessern könnten. Deutlich wird, dass eine erfolgreiche Wärmewende sektorübergreifendes Denken, abgestimmte Politikinstrumente und die Integration von KWK, erneuerbaren Energien, Flexibilität und lokaler Preissteuerung erfordert.

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  • KWK-Leuchtturmprojekt: E-Cube für die Wärmewende im Quartier

    Das modulare Energiesystem e-Cube der COMUNA-metall kombiniert verschiedene Erzeugungs- und Speichertechnologien zu einer flexiblen Wärme- und Stromversorgung. Es integriert Gaskessel, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe, Pelletkessel und Photovoltaikanlage sowie einen großen Pufferspeicher und ermöglicht so eine hohe Effizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung und die Anpassung an Marktpreise. Der modulare Aufbau erlaubt projektspezifische Auslegungen und Erweiterungen, etwa durch Einbindung von Elektromobilität oder zusätzlichen erneuerbaren Energien wie Biomethan und Wasserstoff. Herausforderungen bestehen in der Dimensionierung des BHKW, den hohen Anfangskosten durch regulatorische Vorgaben, der Kundenakzeptanz und der Optimierung der Hydraulik. Perspektivisch soll das System über die mittelfristige Integration weiterer erneuerbarer Quellen bis hin zu einer vollständig erneuerbaren Wärmeversorgung mit KWK ausgebaut werden. Das Konzept zeichnet sich durch Flexibilität, Erweiterbarkeit und ein modernes Erscheinungsbild aus und bietet eine zukunftsfähige Lösung für die kommunale Energieversorgung.

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  • Pionierprojekt: Grüne Energie durch Holzvergasung mit KWK

    Der Energieversorger HanseWerk Natur verfolgt mit dem "Rückwärtskraftwerk" in Wahlstedt ein Pionierkonzept zur regionalen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Ziel ist es, grüne Wärme durch die Integration eines EEG-BHKW mit eigener Holzgasversorgung aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung bereitzustellen und damit den HAWN-Klimapfad 2030 umzusetzen. Die Biomassevergasung von Syncraft nutzt Waldrestholz, dessen Kohlenstoffanteil nach der Energieerzeugung teilweise gebunden bleibt, wodurch ein klimapositiver Kreislauf entsteht. Im Vergleich zu konventionellen Erdgas-BHKW kann eine 1-MW-Holzgasanlage jährlich rund 7.000 Tonnen CO₂ vermeiden und weitere 3.000 Tonnen CO₂ durch Kohlenstoffbindung entziehen. Damit kompensiert sie die Emissionen mehrerer erdgasbetriebener BHKW und ermöglicht deren klimaneutralen Weiterbetrieb zur Netzstabilisierung. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug rund 10,5 Mio. Euro. Das Projekt zeigt, dass regionale KWK-Bioenergie-Konzepte einen messbaren Beitrag zur CO₂-Reduktion leisten und als reproduzierbares Referenzmodell für eine nachhaltige, klimapositive Wärmeversorgung dienen können.

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  • DVGW-Update zur Transformation vom Erdgasnetz zum Wasserstoffnetz

    Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) berichtet, dass die Transformation des heutigen Erdgasnetzes zu einem Wasserstoffnetz technisch weitgehend möglich und volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Rund 80 Prozent des heutigen Primärenergieverbrauchs in Deutschland müssen bis 2045 ersetzt werden, wobei der größte Hebel nicht im Stromnetzbereich zu suchen ist, sondern im Gasnetzbereich. Das bestehende Gasnetz mit über 600.000 Kilometer Länge bildet eine unsichtbare, aber flächendeckende Infrastruktur, deren Wiederbeschaffungswert allein im Verteilnetz 270 Mrd. Euro beträgt. Mit dem geplanten H₂-Kernnetz von 9.000 Kilometer Länge, davon 40 Prozent Neubau und 60 Prozent Umwidmung, entsteht bis zum Jahr 2032 das Rückgrat einer nationalen Wasserstoffwirtschaft. Der DVGW hat nachgewiesen, dass nahezu alle Stahlleitungen in Deutschland H₂-tauglich sind und die Umrüstung der Verteilnetze mit lediglich 5 Mrd. Euro Zusatzkosten realisierbar ist. Entscheidend ist jedoch, dass der Großteil der Kraftwerke und Industrieanlagen, die auf klimaneutrale Gase angewiesen sind, nicht in unmittelbarer Nähe zum Kernnetz liegt. Besonders die industrielle Prozesswärme mit über 200 TWh Gasbedarf jährlich und rund einer Million betroffenen Arbeitsplätzen erfordert eine flächendeckende H₂-Versorgung über Verteilnetze.

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